Unterwegs zum Doubs – Nans-Sous-Sainte-Anne *

14. bis 17. März 2023

Weiter geht unsere Reise zur Quelle des Doubs. Unterwegs machen wir jedoch noch einmal Halt in Nans-Sous-Sainte-Anne und unternehmen schöne Wanderungen rund um den Fluss Lorin.

Für einmal stehen wir nicht alleine auf dem Stellplatz. Und so lernen wir zwei sympathische, ebenso reiselustige Camper kennen und tauschen uns über unsere Reisen und die vielen wunderschönen Orte aus, die wir dabei entdecken durften.

Grotte Sarrazine

Auf unserer Wanderung durch das wildromantische Tal der Lorin gelangen wir an dessen Ende zur Grotte Sarrazine: Dort sprudelt das Wasser aus einer kleinen Höhle unterhalb der bis zu 100 Meter hohen Felsen. Bei niedrigem Wasserstand könnte man einige Meter hineingehen – heute ist der Wasserspiegel jedoch zu hoch dafür.

Tiefer reinzugehen ist den Höhlenforschern vorbehalten, da diese abschätzen können, ob der Wasserspiegel bald wieder steigen wird. Dafür haben wir Glück: Die vom Lison gespeiste Quelle sprudelt kräftig und lässt auch den Bach talwärts reichlich fliessen.

Sicherheitshalber kommen Shadow und Lenny deshalb an die Leine – nicht, dass sie auf dumme Ideen kommen 🙂 

Zurück geht es auf dem gleichen schmalen Wegstück, auf dem wir schon hochgekommen sind. Diesmal biegen wir jedoch bei der Brücke rechts ab und folgen dort dem Fluss Lison zu dessen Quelle.

Source du Lison

Im Gegensatz zur Grotte Sarrazine und dem Creux Billard versiegt der Lison nie, da er das ganze Jahr unterirdisch gespeist wird.

Die Quelle des Lison mündet sanft in einen kleinen See, an dessen Ufer sich Shadow und Lenny diesmal ihren Durst stillen dürfen. Oberhalb des Sees befindet sich auch eine kleine Grotte, zu der eine Treppe führt. Drinnen wird es jedoch schnell so dunkel, so dass Monika den Versuch aufgibt, noch weiter zu gehen. Zu rutschig ist der nasse Boden, wo die Treppe aufhört.

Am Ende des Sees geht es jedoch nicht mehr so ruhig weiter, denn hier stürzt das Wasser in einem breiten, rauschenden Wasserfall mehrere Meter in die Tiefe – kaum zu glauben, welche Kraft er dabei entwickelt und einen tosenden Fluss zu Tale fliessen lässt. Kein Wunder, denn die Quelle fördert im Mittel 5’350 l/s zu Tage, selbst bei Trockenheit sind es immer noch fast 600 l/s.

Im Jahre 1899 sollte der Wasserfall auf Wunsch eines Mühlenbesitzers entfernt werden, damit er das Wasser für seine Mühlen hätte nutzen können. Dagegen wehrten sich jedoch die Bewohner von Nans-sous-Sainte-Anne und es entstand das erste Umweltschutzgesetz, welches die Source du Lison zum Naturschutzgebiet erklärte.

Creux Billiard

Unweit der Source du Lison steigen wir einen kleinen, steilen Waldweg hoch. Durch das Moos wirken die Bäume und Steine, als ob hier Feen am Werk gewesen wären. Am Ende des Weges angekommen, stehen wir an einem 50 Meter tiefen Abgrund eines Einsturzkraters, welcher den Blick auf den gegenüberliegenden Wasserfall und den ansonsten hier noch unterirdisch verlaufenden Lison freigibt.


Eine kleine Spieleinlage von Lenny und Shadow, und gleichzeitig eine Ablenkung, damit die anderen Hunde sich beim Vorbeigehen nicht wieder so aufregen müssen wie bei der ersten Begegnung auf Distanz. Danach spazieren wir zurück zum Wohnmobil.

In Dieters Bericht von Ende November 2022 sind dieselben Orte mit etwas weniger Wasser zu sehen.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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