17. – 20. März 2023
Mouthe – das kleine Sibierien
Im 19. Jahrhundert war Mouthe ein regionales Zentrum. Heute leben die rund 1’000 Bewohner vorwiegend von Landwirtschaft, Handwerk, aber auch dem Tourismus im Sommer und Winter. Aber Achtung: Wer sich hier im „Kleinen Sibirien“ nicht warm anzieht, wird es schnell bereuen. Denn nicht selten werden hier Temperaturen von -30°C erreicht. Einmal gab es sogar offiziell gemessene -36,7°C – brrrrr, ganz schön kalt.
Dies hielt jedoch einen Grafen nicht davon ab, hier 1077 eine Einsiedelei zu gründen. Damals hiess der Ort noch Mothe, was auf das altfranzösische Wort für eine befestigte Anhöhe zurückgeht.






Ausgangspunkt für schöne Wanderungen
Unser Stellplatz in Mouthe ist ein idealer Ausgangspunkt für schöne Ausflüge entlang des Doubs. Dieser hat hier sein Bett rund um das Dorf gelegt, bevor er weiter in die Schweiz fliesst.


Auf dem Weg zur Source du Doubs
Heute geht es zur Quelle des Doubs. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Karstquelle, bei der das Wasser in Form von Regen und Schnee in speziellen Gesteinsschichten versickert und im Innern gesammelt wird, bevor es als Quelle wieder an die Erdoberfläche kommt. Auch wenn die Quelle des Doubs längst nicht so spektakulär ist wie andere Quellen, die wir bis hierhin schon besucht haben, lassen wir sie uns natürlich nicht entgehen.
Der besondere Flussverlauf des Doubs
Interessant ist die spezielle Form des Doubs: Trotz seiner Länge von 453 Kilometern liegen Quelle und Mündung nur etwa 90 Kilometer voneinander entfernt. Dem letzten Teil des Flusses folgen wir nun aufwärts.
In der Nähe des Dorfes liess sich noch nichts von einer sprudelnden Quelle erahnen. Auch auf dem Campingplatz, an dem wir vorbeikommen, ist noch alles still – die Saison hat noch nicht begonnen.





Einmal mehr sind wir begeistert von der Vielfalt der jurassischen Landschaft. Und wenn in der Nähe des Campingplatz so ein tolles Klettergerät steht, wird das natürlich auch gleich genutzt 🙂





Aber nun geht’s weiter, Jungs. Und je länger wir unterwegs sind, desto wilder wird der Doubs. Ein Schild verrät uns dann auch, dass wir schon bald am Ziel unseres Ausflugs angekommen sind.











Wir wandern über ehemaliges Gletschergebiet
Wo sich vor über 18000 Jahren noch ein Gletscher befand, ist heute Torflandschaft entstanden. Durch den Torfabbau wird dieser heute jedoch immer schneller zersetzt und als CO₂ an die Umwelt abgegeben.





Spaziergang über die Felder entlang des Doubs
Diesmal geht es auf die andere Seite des Dorfes, dort wo der Doubs durch eine schöne Wiesenlandschaft in Richtung Schweiz fliesst.


























Ganz am Ende des Spaziergangs erleben wir einen Schreck: Lenny bekommt schmerzhaften Kontakt mit einem stromführenden Zaun. Dies obwohl wir gut aufgepasst haben und beide Hunde an der Leine sind – ein schneller Schlenker nach links und schon war es passiert. Lenny erschrickt sich dann auch richtig stark, doch zum Glück ist er angeleint. Ein paar Meter weiter können wir ihn etwas von seinem Schreck ablenken und beruhigen.
So schön der Jura und seine Landschaft immer wieder ist – die vielen Stacheldraht- und Stromzäune ohne Tiere darin wären echt nicht nötig. Seit dieser Erfahrung haben wir nun auch immer einen kleinen Strommesser dabei, der uns sagt, ob ein Zaun gefährlich ist oder nicht.
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