Tuscania & Capodimonte

2. bis 4. Februar 2022

Tuscania – auf Ruinen entstanden

Vor unserem Stadtbesuch unternehmen wir einen kleinen Spaziergang, der uns zu einigen der berühmten etruskischen Nekropolen (Totenstätten) bringen soll. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit uns: Sämtliche Tore sind verschlossen, und auch unser Weg endet vor einem geschlossenem Gatter. So kehren wir unverrichteter Dinge um.

Aber immerhin dürfen Jason und Shadow unterwegs noch eine nette Hundebegegnung machen.

Im Städtchen

Tuscania trägt die Erinnerungen einer bewegten Vergangenheit in sich. Schon in der Bronzezeit siedelten hier die ersten Menschen, und im 8. Jahrhundert entstanden auf den sieben Hügeln etruskische Dörfer. Aus einem davon, Tuscana, erwuchs eine städtische Siedlung, die 285 v. Chr. den Römern in die Hände fiel.

Die Völkerwanderungen liessen die Stadt fast völlig veröden – nur die Akropolis und wenige Häuser überdauerten die Zeit. Danach wechselten sich die Herrscher ab wie die Jahreszeiten, und die Stadt erhielt sogar einen neuen Namen: „Toscanella“ – den sie erst 1911 wieder ablegte.

1207 erblühte sie erneut, als der Papst sie als Freie Kommune anerkannte. Doch Pest und die Plünderungen eines französischen Söldnerheeres setzten der Stadt erneut zu, bis sie sich schliesslich hinter die heutige Stadtmauer zurückzog.

Das Erdbeben von 1971 zerstörte 70% der Gebäude – darunter sämtliche Kirchen. Doch die Bewohner gaben nicht auf: Innerhalb von zehn Jahren bauten sie ihre Stadt nach altem Vorbild wieder auf. Sogar die 700 m² Fresken in den zerstörten Kirchen wurden in jahrelanger Präzisionsarbeit rekonstruiert. Leider bleiben uns diese Kunstwerke verborgen, da die Dorfkirche verschlossen ist.

Von dieser wechselvollen Geschichte spürt man heute kaum mehr etwas in dem Städtchen, das wir nun durchstreifen.

Ein grossartiger Ausblick über das Tal zur „Basilica di San Pietro“ auf der gegenüberliegenden Seite. Diese wurde 852 auf den Ruinen eines römischen Tempels errichtet, der wiederum an die Stelle der etruskischen Akropolis getreten war.

4. bis 6. Februar 2022

Capodimonte

Am Vulkansee stehen wir mit nur wenigen anderen Wohnmobilisten und geniessen die Ruhe beim Spaziergang entlang des Ufers. Einzig auf die stacheligen Kletten hätten wir gerne verszichtet – diese bohren sich Jason und Shadow nicht nur unangenehm ins Fell, sondern auch schmerzhaft in die Pfoten.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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