Lido di Tarquinia, ein Ort zum Entspannen

26. Januar bis 01. Februar 2022

Unsere nächste Etappe führt uns zu einem traumhaften Stellplatz. Da dieser keine Infrastruktur hat, nutzen wir auf der Fahrt dorthin noch schnell die offizielle Ver- und Entsorgung bei einer Tankstelle. Dadurch können wir auf diesem tollen Platz eine Woche stehen bleiben. Abgesehen vom Wochenende gehört der Platz uns alleine, so können wir die kurzen Spaziergänge am Morgen und Abend rund um den grosszügigen Platz machen.

Unweit vom Platz begegnen uns auch hier wieder die Ertrusker.

Entdeckung am Naturschutzgebiet

Am nächsten Tag erkunden wir den Strand entlang des Naturschutzgebietes. Wieder einmal treffen wir nur am Anfang wenige andere Spaziergänger – danach gehört der riesige Strand uns ganz alleine 🙂

Die Salinen von Tarquinia – Ein Vogelparadies

Die Salinen waren einst die einzigen Salzpfannen in der Region Latium. 1980 wurde das Gebiet aufgrund der zahlreichen Zug- und anderen Vögel zum Naturschutzgebiet erklärt, 1997 stellte man die Salzgewinnung endgültig ein.

Ein Blick über den Zaun zeigt uns eine vielfältige Vogelwelt in ihrer ganzen Pracht. Selbst Flamingos sind hier zu bewundern – rosafarbene Tupfer in der Landschaft.

Spaziergang mit unschönen Begegnungen

Am nächsten Tag zeigt sich einmal mehr, wie verwöhnt wir in der Schweiz mit Spazier- und Wanderwegen sind. Heute wollen wir nicht an den Strand, sondern auf die Felder. Doch um dorthin zu gelangen, müssen wir erst ein Stück der Strasse folgen – alle Felder sind hier durch Zäune von der Strasse getrennt.

Endlich finden wir einen Feldweg. Leider kommen wir nicht allzu weit: Ein Dobermann kommt bellend angerannt. Zum Glück kann ihn seine Besitzerin abrufen, bedeutet uns dann aber unmissverständlich, dass wir auf Privatgrund stehen. Unverrichteter Dinge müssen wir umkehren.

Ein Stück weiter gelangen wir an ein Natursträsschen, das an schönen Häusern vorbeiführt. Doch auch hier freuen wir uns zu früh – diesmal kommt uns ein Herdenschutzhund entgegen. Wir diskutieren nicht lange über unser Recht zu spazieren. Er folgt uns noch ein kleines Stück, bevor er wieder nach Hause trottet.

Sonntagstrubel am Strand

Es ist Sonntag, und der Platz füllt sich merklich – sie stehen jedoch so weit weg dass man dem Nachbarn nicht in die Küche schaut. Auch am Strand ist deutlich mehr los. Denn nach den gestrigen Erfahrungen ist heute wieder Strand angesagt.

Diesmal nehmen wir den Weg durchs Dörfchen, wo wir wie immer lautstark von den Hunden in den Gärten begrüsst werden. Heute jedoch sind alle Tore geschlossen – so kommen wir gefahrlos an unser Ziel. Eigentlich wollen wir uns auch noch ein Eis gönnen, wenn schon mal etwas geöffnet ist. Doch als wir die lange Schlange sehen, finden wir: Es geht auch ohne.

Ein Snack für Jason

Am nächsten Tag gehören nicht nur der Stellplatz, sondern auch der Strand wieder uns alleine. So besuchen wir noch einmal den Strandabschnitt beim Dorf.

Auf dem Rückweg bemerken wir erstaunt, dass Jason stehen geblieben ist und an einem Baumstamm knabbert. Wir wundern uns nur kurz über sein neuestes „Altersmödeli“. Denn als wir um den Baumstamm herumgehen, sehen wir den Grund: An seiner Seite hängen Muscheln, die er gerade genüsslich knackt!

Wir stellen fest, dass die restlichen Muscheln noch leben. Kurzerhand beschliessen wir, den Stamm die etwa acht Meter bis zum Wasser zu schleppen, damit die Flut die Muscheln überspülen kann. Unsere Sorge, dass es Jason nach seinem ungewöhnlichen Snack nicht gut gehen könnte, erweist sich zum Glück als unbegründet.

Als wir die Muscheln am folgenden Tag besuchen, sehen wir erfreut, dass es ihnen gut geht – unsere Rechnung mit der Flut ist aufgegangen.

Wir nehmen Abschied

Ein letzter Spaziergang am Strand, bevor wir diese wunderschöne Gegend verlassen. Eine Woche der Ruhe und Entspannung geht zu Ende.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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