Von den Schweizer Bergen ans italienische Meer *

24. bis 25. September 2023

Am Grenzübergang Chiasso schummeln wir uns durch

An den Zollübergängen Chiasso und Como stehen wir dann doch noch im Stau. Verglichen mit Werktagen bleibt es aber harmlos – nicht zuletzt dank dem Sonntagsfahrverbot für Lastwagen durch die Schweiz. Und pssst – Dieter mogelt sich mit dem Wohnmobil geschickt auf der Busspur an der langen Kolonne vorbei.

Dank Autobahn, die wir diesmal ausnahmsweise benutzen, kommen wir auch danach zügig voran und erreichen wenige Stunden später den Stellplatz in Fidenza. Der Platz ist gut besetzt, aber wir haben Glück und finden auch noch ein Plätzchen für uns.

Shopping-Vergnügen in Fidenza

Monika nutzt die günstige Gelegenheit: Nach dem Morgenspaziergang geht sie noch kurz im gegenüberliegenden Outlet shoppen und kommt mit einer Leine für Shadow und vier T-Shirts für sich zurück – als ob sie nicht schon genug Kleider im Schrank hätte! Zu gerne wäre sie noch weiter durch die Geschäfte gebummelt, aber Dieter drängt, die Fähre wartet nicht auf uns.

Erste Begegnung mit dem Meer für Lenny

Da vor allem Dieter genügend Zeit eingeplant hat, reicht es auch noch für einen kleinen Spaziergang, bevor es auf die Fähre geht. Den idealen Ort dafür haben wir auch schon gefunden: Der Strand in Viareggio. Von hier aus ist es nicht mehr weit nach Livorno.

Den besten Weg dorthin haben wir auf Google bereits ausgekundschaftet. Aber Niemand verrät uns, dass die Äste in der Baumallee so tief hängen, dass sie über unser Dach streicheln. Ein Wenden ist aussichtslos, also bleibt uns nichts anderes übrig, als stumm dem Kratzen auf dem Dach zuzuhören und zu hoffen, dass der Schaden nicht allzu gross wird. Irgendwann endet aber zum Glück auch die Allee und schon bald erreichen wir den grossen Parkplatz, der zugleich als Stellplatz dient. Heute zieht es uns aber nur kurz ans Meer, wo Lenny zum ersten Mal Meeresluft schnuppern darf.

Abenteuerliche Fahrt zum Hafen

Weil wir unserem Wohnmobil die Äste kein zweites Mal zumuten wollen, lassen wir uns vom Navi einen anderen Weg berechnen. Leider übersieht das System dabei, dass ein Tor die Weiterfahrt auf der neuen Strasse bald verhindern wird. Und so bleibt uns nichts anderes übrig, als zu wenden und doch noch einmal durch die Baumallee zurück zu fahren. So vergeht die Zeit und es wird doch langsam knapp. Aber das reicht Dieter noch nicht.

Endlich beim Hafen von Livorno angekommen, glaubt Dieter wieder einmal weder dem Navi noch Monika und dreht eine Extrarunde. Trotz allem treffen wir gerade noch ein paar Minuten vor der Abfahrt beim Schiff ein und dürfen direkt in den Schiffsbauch einfahren. Hektische Anweisungen der Einweiser begleiten uns, doch zum Glück lässt sich Dieter davon nicht aus der Ruhe bringen und manövriert uns sicher über die Rampe.

Tipp 1: Pack unbedingt schon alles in Taschen, was du auf dem Schiff brauchen wirst, bevor du auf das Schiff fährst. Denn wenn du erst einmal im Bauch der Fähre bist, lässt man dir keine Zeit mehr dafür. Und denk auch daran Wasser für dich mitzunehmen und falls du Hunde dabei hast, auch für diese.

Tipp 2: Stell vor der Einfahrt das Gas ab. Erstens ist es Vorschrift und zweitens möchte Niemand in die Luft fliegen, weil Gas austritt und sich entzündet. In der Regel bleibt es ausreichend frisch im Kühlschrank – sicherheitshalber kannst du aber vorgängig auch Kühlelemente oder gefrorene Wasserflaschen in den Kühlschrank legen, um die Kälte zu halten.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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