19. bis 21. Januar 2022
Die schwierige Suche nach Meer und Strand
Monika zieht es ans Meer – doch dies erweist sich als komplizierter als gedacht. Die Campingplätze sind alle geschlossen, ebenso die Stellplätze in Meeresnähe. Selbst jene, die laut Online-Portalen ganzjährig geöffnet haben, stehen am Ende mit verschlossenen Toren da. Gleichzeitig reiht sich Campingplatz an Campingplatz und verhindert dadurch auch jeglichen sonstigen Meerzugang.
Macchia Grande – Matsch und Morast
Nach einer ungewohnt langen Fahrt und vielen enttäuschenden Anblicken von Bastwänden an Bastwänden finden wir schliesslich in Macchia Grande einen Platz mit Ver- und Entsorgung. Der Regen der letzten Tage hat jedoch seine deutlichen Spuren hinterlassen: Bei jedem Schritt bluppert und gluckert es unter unseren Füssen.
Entsprechend schmutzig und nass kehren auch Jason und Shadow von ihren Spaziergängen auf dem grossen Gelände zurück. Zum Glück steht unser Womo fest auf Betonplatten, sodass wir nach zwei Tagen problemlos wegfahren können – eine wichtige Voraussetzung bei diesen Bodenverhältnissen.




Abenteuerlicher Strandspaziergang in Nettuno
Da es in Macchia Grande keine attraktiven Spazierwege gibt, suchen wir auf der Karte einen Parkplatz am Meer, wo wir hoffentlich unseren „Vogel“ abstellen können. Wir haben Glück – tatsächlich stehen nur wenige andere Autos da. Im Sommer hätten wir keine Chance gehabt.
Beim Spaziergang entdecken wir einen faszinierenden Strandabschnitt, der uns jedoch auch vor die eine oder andere Herausforderung stellt. Aber wir lassen uns nicht abschrecken und geniessen die wunderschönen Farben und die winterliche Einsamkeit.
Spuren einer unschönen Geschichten
Unterwegs treffen wir auf eingesunkene und zerfallene Gegenstände und Bauwerke. Wir vermuten, dass sie aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges stammen könnten – damals verlief hier die deutsche Front, und 1944 landeten die Alliierten an diesem Strandabschnitt.








Die Strickleiter-Herausforderung
Bald stehen wir vor einer Wand, die nur eine Strickleiter überwindet. Ich stelle mir lieber nicht vor, was sich die Hunde gedacht haben, als sie uns mühsam hochkraxeln sehen, während sie schon längst elegant oben stehen – ganz ohne Hilfe, versteht sich.
Beim nächsten Strandabschnitt, der bei einem grossen Steinhaufen endet, müssen wir kapitulieren. Jason mit seinen 14 Jahren ist doch etwas unsicher auf den Hinterbeinen, und uns ist das Verletzungsrisiko zu gross. Also kehren wir um.
















Rückweg mit Hindernissen
Da direkt neben dem schmalen Pfad das Militärgelände beginnt und das Hinterland deswegen eingezäunt ist, müssen wir denselben Weg zurücknehmen – inklusive der Strickleiter, die auf uns wartet. Wir stellen fest: Was aufwärts relativ locker ging, wird abwärts zu einer kleinen Mutprobe. Etwas neidisch beobachten wir, mit welcher Leichtigkeit selbst der betagte Jason den Hang hinunterspringt.


Nur einmal traut sich Shadow etwas zu viel zu und merkt, dass auch für Vierbeiner das Runterkommen nicht immer so einfach ist wie das Hochgelangen. Bald erkennt er jedoch, dass er keine andere Möglichkeit hat, als an derselben Stelle die steile Wand wieder hinunterzulaufen. Schlau wie er ist, passt er den Moment ab, in dem die Wellen zurückgehen, und mit etwas stimmlicher Unterstützung hat auch er wieder festen Sand unter den Pfoten.










21. bis 22. Januar 2022
Nächtliches Quartier am Friedhof
Nach dem herrlichen Tag am Meer fahren wir zu unserem geplanten Übernachtungsplatz im Landesinneren, wo es wie erhofft Ver- und Entsorgung gibt. Doch leider haben PKWs alle Wohnmobilplätze besetzt. So lassen wir nur unser Grauwasser ab und suchen im Internet nach einer anderen Übernachtungsmöglichkeit.
Eine Viertelstunde später finden wir sie: den Friedhofsparkplatz in Lanuvio. Leider nicht offiziell, aber die einzige Möglichkeit in der Nähe. Dort verbringen wir sicherlich eine ruhigere und ungestörtere Nacht als auf dem ursprünglich angefahrenen Platz.


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