3. und 4. Juli 2023
Die St. Nikolai Kirche
Die St. Nikolai Kirche wurde im 14. Jahrhundert für die Fischer und Seefahrer gebaut. Mit ihrem 37 Meter hohen Langschiff gehört sie zu den vier höchsten Kirchen Deutschlands.













Die imposante Höhe ist dann auch das Erste, das uns im Inneren dieser aus Backstein geschaffenen Kirche auffällt.






Danach aber fällt der Blick auf die vielen Nischen, in denen eine Vielzahl an Kirchenschätzen ausgestellt ist, Es handelt sich um eine Sammlung kirchlicher Gegenstände aus den verschiedenen, zum Grossteil im 2. Weltkrieg zerstörten, Kirchen Wismars.
Die erste Nische die ich betrete, lässt mich aber erst einmal still werden. Denn hier sind Bilder und Abschiedsbriefe von Männern ausgestellt, welche sich als Soldaten gegen die Gräueltaten der Nazis auflehnten und dafür ermordet wurden. Diese Ehrfrucht begleitet mich dann auch auf meinem weiteren Rundgang in der Kirche.



























Auf dem Heimweg








Die Heiligen-Geist-Kirche
Die Heiligen-Geist-Kirche, eine einstige Spitalkirche, gehörte zum Heiligen-Geist-Hospital. Dieses wurde im 13. Jahrhundert gegründet, um Kranke und Bedürftige zu pflegen und versorgen.
Ihr Einfahrtstor in den Hof hat auch Fernsehgeschichte geschrieben. Denn es dient der fiktiven Polizeistation „SOKO Wismar“ als Filmkulisse für die einfahrenden Polizeiautos.










St. Georgen Kirche
Die im 13 Jh. gebaute St. Georgen Kirche ist nicht nur die neueste, sondern dank der umbauten Fläche auch die grösste Kirche Wismars. Einst war sie das Gotteshaus der Handwerker und Gewerbetreibenden. Über ihren Vorgängerbau ist nicht viel überliefert. Man weiss nicht einmal sicher, ob dieser bereits an dieser Stelle stand.
Auch St. Georgen wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und unter der DDR-Regierung weiter dem Verfall überlassen. Erst als in einer Sturmnacht 1990 der Giebel einbrach und zwei Nachbarshäuser beschädigte, begann ihr kontinuierlicher Wiederaufbau. Seit 2010 ist sie auch wieder Gotteshaus und Kulturkirche.
2014 bekam sie in 35 Metern Höhe eine Aussichtsplattform, die über einen Glaslift erschlossen ist. Von dort oben soll man einen herrlichen Weitblick über die Stadt haben. Da wir nicht selber oben waren, gibt es auch keine Bilder dazu.
Auf dem Weg zur Kirche kommen wir auch am ehemaligen Fürstenhof, dem heutigen Amtssitz Wismars, vorbei. Ab 1329 war er die Residenz der Landesfürsten. Dabei wurde er im Laufe der Zeit mehrmals erweitert und zum Teil neu errichtet. Auch die Schweden, welche hier einige Zeit herrschten, erweiterten den Bau, den sie als Sitz ihres obersten Gerichts in ihren deutschen Besitzungen nutzten.










Kirche St. Marien
Bereits 1250 wurde die ehemalige Rats- und Hauptpfarrkirche urkundlich erwähnt. Mit dem Bau der späteren dreischiffigen Basilika begann man jedoch erst 1339. Dabei wurde auch der bestehende Turm der alten Kirche mit einbezogen.
Auch diese Kirche wurde leider ein Opfer der Bombeneinschläge 1945 und danach ihrem Schicksal überlassen. Es gab auch keinerlei Sicherungen. 1960 wurden die Ruinen dann aus politischen Gründen komplett gesprengt. Nur der 81 Meter hohe Kirchturm, welcher als Seezeichen diente, blieb erhalten.







Einige Teile der Ausstattung konnten jedoch zum Glück gerettet werden und sind heute in der St. Nikolai Kirche zu sehen.















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