Die Spreequelle bei Kottmarsdorf

4. bis 6. Juni 2023

Auf der Fahrt nach Kottmarsdorf

Eingebettet in die sanfte Hügellandschaft der Region Oberlausitz liegt der kleine Ort Kottmarsdorf. Dieser bietet neben drei schön gelegenen Wohnmobil-Stellplätzen auch viele reizvolle Ausflugsziele.

Kottmarsdorf und die Mühle

Direkt neben unserem Übernachtungsort liegt der Aussichtspunkt Oberlausitz, der das Ende des Mühle-Rundwegs markiert. Von hier aus ist auch die historische Bockwindmühle auf dem Pfarrberg zu sehen. Unter der Woche ist sie leider geschlossen.

Wir sind allerdings nicht wegen der Mühle hier, sondern wegen der Spreequelle. Diese entspringt am nahen Kottmar und ist von unserem Standort aus gut zu erwandern.

Lenny und Shadow im Spiel

Heute geht es zunächst nicht weiter – stattdessen können Lenny und Shadow nach der Fahrt erst einmal auf der Wiese direkt hinter dem Stellplatz herumtollen. Sehr zur Freude von Lenny kann er dabei Shadow sogar zu einem kleinen Spiel animieren. Da ist es ihm völlig egal, dass ihn Shadow gelegentlich ermahnt, seinen jugendlichen Übermut etwas zu drosseln. Hier eine kleine Auswahl der schönsten Momente – mehr davon gibt es hier.

Auf dem Weg zur Spree Quelle

Der Titel ist nicht ganz präzise, denn die Spree besitzt gleich drei Quellen, die alle im Südosten Sachsens liegen – genauer gesagt im Lausitzer Bergland an der deutsch-tschechischen Grenze. Die höchstgelegene beginnt am 583 Meter hohen Kottmar. Die beiden anderen entspringen in Ebersbach beziehungsweise Neugersdorf.

Unser Ziel ist die Quelle am hohen Kottmar. Auf dem Weg dorthin begegnen wir auch den Sagen vom Kristallsarg und der Wolfsgrube – beide sind Teil des 4,5 Kilometer langen Sagenpfades rund um den Kottmar, auf dem insgesamt zehn Geschichten erzählt werden.

Die Spree-Quelle

Bei der Quelle angekommen, sind wir überrascht von dem Ort, wo sie entspringt. Die Quelle ergiesst sich nämlich nicht einfach in einen natürlichen Bachlauf. Stattdessen wurde dort, wo sie dem Berg entspringt, eine Gedenkstätte errichtet, die an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnert. Erbaut wurde sie 1921 vom LUSATIA-Verband, dem Oberlausitzer Heimatverband.

Zwei Frauen, die kurz nach uns eintreffen, sind dankbar, dass Dieter ihnen auf der Karte den weiteren Weg zeigen kann.

Hier treffen wir auch auf die Sage zur Spreequelle: „Der Ort war einst das Reich des Zwergen Gerbord, dessen Wasserreichtum von vielen kleinen Elfen behütet wurde. Weil er sich darüber ärgerte, dass die Elfen ihn mit ihrem Gesang störten, vertrieb er sie mit seinem Gelächter. Darüber war er so erbost, dass er einen Speer voller Zorn gegen Südwesten warf. Der bohrte sich so tief in den Boden, dass daraus eine neue Quelle sprudelte, die sich mit der Spree verband.“

Trotz dieser poetischen Sage sind wir erstaunt, dass die 400 Kilometer lange Spree, die in Berlin als breiter Fluss das Stadtbild prägt, als solch kleines Rinnsal beginnt.

Lenny und Shadow geniessen die Abkühlung

Die Natur blüht

Auf dem Rückweg

Schon von Weitem hören wir ein Knirschen und Knacken und wir befürchten schon, dass wir eventuell umkehren müssen. Aber wir haben Glück und müssen nur einen kleinen Umweg gehen, um den Holzfällern mit ihren grossen Maschinen auszuweichen.

Auf den Feldern gibt es noch ein wenig Abrufspass für die beiden Jungs bevor wir wieder zurück bei der Mühle sind.

Cunewalde

In diesem Ort machen wir Halt, da wir bei einer Firma einen Termin haben, die Tische auf Mass produziert. Beim Besuch dort entdecken wir auch die beeindruckenden Moosbilder an den Wänden und erfahren, dass diese im Nachbardorf hergestellt werden.

Als wir deren Homepage besuchen, realisieren wir, dass wir das Unternehmen bereits kennen und ihre tollen Beispiele schon bewundert haben. Besonders gefällt uns, dass alle Materialien aus Europa stammen. Am nächsten Tag erhalten wir dort nicht nur eine kompetente Beratung, sondern dürfen uns auch einige Beispiele in natura anschauen. So freuen wir uns schon darauf, bei moosmoos.de im nächsten Jahr ein Bild zu bestellen, das nicht nur Dekoration sein wird, sondern auch für ein gesundes Raumklima sorgt.

Obwohl Cunewalde nur als Zwischenstopp geplant war und wir daher keine besonderen Erwartungen hatten, sind wir begeistert von der Lage des Stellplatzes. Im Restaurant gleich daneben geniessen wir am nächsten Tag noch ein leckeres und günstiges Mittagessen, bevor wir unsere Reise fortsetzen.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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