Sächsische Schweiz – Lohmen

8. Juni 2023

Lohmen, das Tor zum Elbsandsteingebirge

1292 wird Lohmen erstmals urkundlich erwähnt – ein Name, der seine Wurzeln im altslawischen „lomu“ für Steinbruch hat und damit bereits die steinige Beschaffenheit der Gegend verrät. Ab 1800 trägt der Ort stolz den Beinamen „Eingangstor des Elbsandsteingebirges“ – und das völlig zu Recht.

Hier erschliesst sich eine Welt voller geologischer Wunder: die weltberühmte Bastei mit ihren spektakulären Felsformationen, die geheimnisvolle Felsenburg Neurathen und unzählige Schluchten, die sich wie Adern durch die Hochebene ziehen. Die berühmtesten unter ihnen sind wohl die Schwedenlöcher, auf die wir uns schon besonders freuen.

Wie die Sächsische Schweiz zu ihrem Namen kam

Eine charmante Geschichte rankt sich um den Namen dieser einzigartigen Landschaft: In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lehrten zwei Schweizer Maler an der Dresdner Kunstakademie – Adrian Zingg (1744-1816) und Anton Graff (1736-1813). Bei ihren Wanderungen entlang der Elbe rund um die Bastei fühlten sie sich so sehr an ihre alpine Heimat erinnert, dass sie der unberührten Natur kurzerhand den Namen „Sächsische Schweiz“ verliehen. Der Name war so treffend, dass bald auch die böhmische Seite der Grenzregion als „Böhmische Schweiz“ bekannt wurde.

Der Reisemobilpark – idealer Ausgangspunkt für die Sehenswürdigkeiten

Da Fronleichnam vor der Tür steht, entscheiden wir uns diesmal für eine Vorab-Reservierung auf dem Reisemobilpark Bastei – eine Vorsichtsmassnahme, die sich als glücklicher Zufall erweist. Erst später erfahren wir, dass Fronleichnam in Sachsen nur in wenigen Orten gefeiert wird und wir vermutlich auch spontan einen Platz bekommen hätten. Aber ob es dann auch dieser traumhafte Stellplatz mit seiner perfekten Lage geworden wäre? Von hier aus erreichen wir bequem die berühmte Bastei und andere Sehenswürdigkeiten der Region.

Der Kehllochbach

Bevor wir uns in das Gewühl der bekannten Sehenswürdigkeiten stürzen, entscheiden wir uns für eine ruhigere Alternative. Weitab der Touristenströme bei der Bastei folgen wir dem Kehllochbach durch eine wildromantische Schlucht ausserhalb der Kernzone des Nationalparks.

Der Abstieg entlang des plätschernden Bachs ist wunderschön – das Rauschen des Wassers begleitet unsere Schritte, während steile Felswände zu beiden Seiten emporragen. Für den Rückweg wählen wir den Pfad durch die ‚Wolfsgründel‘, wohl wissend, dass wir hier keinem Wolf begegnen werden.

Der Aufstieg

Der rote Fingerhut – wunderschön aber hochgiftig. Schon der Verzehr von zwei bis drei Blättern können einen Menschen töten. Er ist aber auch ein wichtiger Weggefährte in der Medizin: Aus ihm wird das Herzmittel „Digitalis“ hergestellt. Bei richtiger Dosierung stärkt es den Herzmuskel und reguliert die Herzfrequenz. 

Hier können wir die beeindruckende Natur in aller Stille auf uns wirken lassen – ein wohltuender Kontrast zu dem, was uns bei den berühmteren Zielen erwartet. Doch natürlich lassen wir uns auch die beiden Highlights nicht entgehen: Die geheimnisvollen Schwedenlöcher und die spektakuläre Bastei haben jedoch ihre eigenen, ausführlichen Beiträge verdient.

11. Juni 2025

Morgenspazi vor der Weiterfahrt

Deshalb hier nur noch der Abschluss unseres Aufenthaltes bei Lohmen.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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