14. – 15. Januar 2022
Offen und doch geschlossen
Wir brauchen einige Sachen aus dem Internet – ein Problem, wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist. Also machen wir uns bereits zwei Wochen im Voraus auf die Suche nach einem Campingplatz, der als Lieferadresse fungieren kann.
Was sich schwieriger erweist als gedacht, es ist Winter, und die meisten Plätze halten Winterschlaf. Noch frustrierender ist die Tatsache, dass „geöffnet“ im Internet nicht zwangsläufig „tatsächlich geöffnet“ bedeutet. Nach unzähligen Anrufen und Website-Besuchen werden wir endlich fündig: Der Camping Village Flaminio in der Nähe von Rom hat offen und reserviert uns einen Platz.
Diese Planungssicherheit beschert uns ein entspanntes Reisen in den vergangenen Wochen. Und jetzt haben wir sogar noch Zeit für einen Abstecher an einen kleinen See.
Laggo di Bracciano
Die Dämmerung bricht bereits herein, als wir Trevignano Romano erreichen. Zum Glück übersehen wir im schwindenden Licht das Hundeverbot am menschenleeren Strand. So kommen wir noch zu einem stimmungsvollen Spaziergang in den Sonnenuntergang.


Pferde als Spielverderber
Leider erweist sich dies als einzige Spaziermöglichkeit am Ort. Doch Dieter findet in der Nähe eine Alternative: einen Parkplatz, von dem aus ein Wanderweg zum Castel Giuliano und zu kleinen Wasserfällen führen soll – zumindest verspricht das die Karte.
Auf halbem Weg jedoch versperren uns freilaufende Pferde den Weg, was uns zum Umkehren zwingt. Im Nachhinein ein Glücksfall, denn als wir das Wohnmobil erreichen, steht die Sonne bereits tief am Horizont und es wartet noch die Fahrt nach Rom auf uns.












Wenn Männer nicht hören wollen
Bevor wir losfahren, macht Monika Dieter auf die steile Abfahrt vom Parkplatz aufmerksam. Die Gefahr, mit dem Heck aufzusetzen, ist gross – Teamwork zwischen Einweiserin und Fahrer ist gefragt.



Doch wie schon beim Hinauffahren ignoriert Dieter Monikas Anweisungen. Das Resultat: zerschrottete Rücklichter und eine ramponierte Stossstange. Monika vermutet sogar, dass eine Hubstütze über den Untergrund geschrammt ist. Als wir endlich auf dem römischen Campingplatz ankommen und die Stütze herunterlassen, bestätigt sich ihr Verdacht – sie stöhnt vernehmlich.
So hat Mann am nächsten Morgen wieder etwas zu reparieren. Manchmal zahlt es sich eben doch aus, auf die Frau zu hören.
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