21. – 23. November 2023
Abenteuerliche Anfahrt zum Weingut
Wie auf der Seite des Agricamping angegeben, rufen wir auf der Fahrt beim Weingut an. Eine Frau teilt uns mit, dass sie Platz für uns haben, der Besitzer aber erst gegen 19 Uhr dort sein könne. Bis dahin sind es noch ein paar Stunden. Und so fahren ganz entspannt weiter.
Als es laut Navi nicht mehr weit ist, glauben wir ihm, als es uns von der befestigten Strasse auf einen schmalen, steil abfallenden Feldweg verweist und folgen ihm. Wir sind noch nicht weit gekommen als wir in einiger Entfernung eine kleine Brücke erblicken. Denn ob dieses unserem 6.5 Tonnen Wohnmobil standhält, bezweifeln wir doch. Da ist guter Rat teuer. Den bekommen wir zum Glück von einem Winzer, der hier sein Weingut hat. Er versichert uns glaubhaft, dass selbst schwerere Traktoren über diese Brücke fahren.




Nach einem Gläschen Wein fährt er uns sogar voraus, um uns den Weg zum Übernachtungsplatz zu weisen. Dabei hält er auch an kritischen Stellen an und dirigiert Dieter durch die engen Passagen und vorbei an überhängenden Ästen – was für eine Gastfreundschaft!








Warten vor dem Weingut „Cantina Malgari“
Leider ist die Zufahrt zu unserem Weingut noch verschlossen, so dass wir uns vom netten Helfer verabschieden und auf der Strasse auf unseren Gastgeber warten. Als es immer dunkler wird, rufen wir sicherheitshalber noch einmal an und erfahren von der Frau, dass ihr Mann noch auf einem anderen Feld aufgehalten wird, aber in etwa 15 Minuten bei uns sei (italienische Minuten halt, denn am Ende waren es 45 🙂 )




Irgendwann taucht aus dem Dunkeln eine Eule auf und leistet uns Gesellschaft. Doch noch bevor wir sie richtig fotografieren können, taucht der Besitzer des Weinguts auf und öffnet uns das Tor.


Nächtliche Ankunft und internationale Verständigung
Inzwischen ist es so dunkel, dass man hier die Hand vor den Augen nicht mehr sieht und noch weniger den Weg auf das Grundstück. Und so erklären wir dem Besitzer mit Händen und Gestik, dass es uns zu dunkel ist, rückwärts auf das Grundstück zu fahren, wie er uns empfiehlt. Am Morgen bei Tageslicht wird es deutlich einfacher sein, den Rückwärtsgang zu nehmen, um das Grundstück wieder zu verlassen – eine Wendemöglichkeit gibt es hier nicht. Eigentlich hatten wir erwartet bis ganz nach oben zu fahren, aber auf Anweisung des Besitzers halten wir mitten auf dem Weg, an der einzigen einigermassen ebenen Stelle.
Danach sitzt Dieter noch ein wenig mit dem Winzer zusammen und geniesst dessen Weine und die sardischen Leckereien. Anderthalb Stunden plaudern die beiden – ohne gemeinsame Sprache, aber mit Google als Dolmetscher! Und natürlich kauft er auch einige Flaschen des heimischen Weines.


Am nächsten Morgen sehen wir dann, wie wunderschön wir hier stehen, auch wenn der Stellplatz etwas unorthodox ist.






Ein Besuch mit Hindernissen
Unser geplanter Spaziergang am nächsten Tag fällt buchstäblich ins Wasser – der Regen hat den Weg an einer Stelle völlig aufgeweicht und mit tiefen Pfützen für Fussgänger unpassierbar gemacht.










Aber Dieter wäre nicht Dieter, wenn er sich davon abhalten liesse: Kurzerhand schwingt er sich aufs Fahrrad und radelt zum Domus de Janas Sironi o Garaunele, einem jener geheimnisvollen Felsenhöhlengräber Nuraghen-Kultur, die Sardiniens Vorgeschichte so lebendig machen.








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