2. bis 4. Juni 2023
Der perfekte Ausgangspunkt
Unweit von Rovensko pod Troskami erhebt sich die Burg Trosky – unser eigentliches Ziel in dieser Region. Vom Stellplatz aus führen zwar Wege zur Ruine, doch diese sind für unsere Laufkondition etwas zu ambitioniert und auch wenig reizvoll.




Die Karte verrät uns eine bessere Alternative: Direkt am See Vidlák befindet sich ein grosser Parkplatz. Von hier aus beginnt eine gemütliche Wanderung, die zunächst dem See entlang und zwischen mächtigen Felsformationen hindurch führt.
















Nach einer kurzen Rast verlassen wir die flache Wegstrecke und machen uns hügelaufwärts auf zur Burg. Dabei sind rund 200 Höhenmeter zu bewältigen, für uns zum Glück kein Problem.
Selbst der quer über den Weg liegende Baum mit seinen vielen dicken Verästelungen kann uns nicht stoppen. Denn schnell haben wir einen Pfad gefunden, der uns auf eine Anhöhe führt, von dem wir einen wunderschönen Ausblick haben.











Die Burg Trosky – Ikone des Böhmischen Paradieses
Schon von weitem zieht die Ruine mit ihrer unverwechselbaren Silhouette alle Blicke auf sich. Es sind nicht nur die beiden vulkanischen Basalttürme, die durch Verwitterung freigelegt wurden, sondern auch die darauf errichteten mittelalterlichen Türme, die diese Landschaft so einzigartig prägen.
Die zwischen 1380 und 1390 erbaut und nur ca. 140 Jahre bewohnte Burg, gilt heute als Kulturdenkmal Tschechiens und Ikone des Böhmischen Paradieses. Heute sind jedoch nur noch die Mauern aus den härtesten Gesteinen und die Reste der beiden mittelalterlichen Türme erhalten. Lediglich die Löcher in den Burgmauern zeugen davon, dass hier einst ein komplexer Gebäudekomplex mit diversen Räumen und Nebengebäuden gestanden haben muss. Baba und Panna – Die ungleichen Schwestern












Baba und Panna – die ungleichen Schwestern
Die beiden Türme liegen fast 80 Meter auseinander und tragen besondere Namen: Baba (tschechisch für „Oma“) ragt 47 Meter über den Burghof hinaus, Panna (die „Jungfrau“) sogar 57 Meter – ihre tatsächliche Höhe beträgt jedoch 70 beziehungsweise 80 Meter. Man kann sich vorstellen, welche Herausforderung dieses Bauvorhaben unter den gegebenen geologischen Umständen darstellte. Teilweise nutzten die Baumeister den Felsen selbst, grösstenteils jedoch Material aus nahe gelegenen Basaltsteinbrüchen.
Der Name der Burg sorgt immer wieder für Verwirrung: Auf Tschechisch steht „trosky“ heute für Gebäuderuinen. Im Mittelalter stand „Trosky“ jedoch für vulkanische Schlackekegel. Weshalb die Burg auch von Anfang an so hiess und nicht etwa, weil man mit ihrem schnellen Verfall rechnete.
Maulkorb-Schreck
Als wir nach dem Aufstieg die Burg erreichen, folgt eine kurze Schrecksekunde: Wir haben uns gerade noch darüber unterhalten, dass wir unsere Maulkörbe nicht dabei haben, die im öffentlichen Verkehr überall Pflicht sind. Und nun steht am Eingang, dass auch in der Burg Maulkorbpflicht besteht.
Doch die Person am Einlass beruhigt uns: wir dürfen mit den Hunden rein. Einzig die Türme dürfen sie ohne Maulkorb nicht betreten.









So geht es dann auch nur für Dieter hoch in einen der Türme. Was für ein Ausblick! Die Fotos, die er mitbringt lassen Monika am Abend die herrliche Aussicht ebenfalls geniessen.








Nach einer kleinen Glacé-Stärkung verlassen wir die Burg – was sich jedoch als nicht ganz einfach gestaltet: Eine Schulklasse belagert den Eingang und lässt uns nur einen schmalen Durchschlupf. Aber auch das meistern Lenny und Shadow bravourös.
Der Rückweg
Spiel und Spass auf der Wiese
Für den Rückweg wählen wir die andere Seite des Hügels. Bald gelangen wir zu einer grossen Wiese auf der es für Lenny und Shadow noch eine kleine Beschäftigung gibt in Form einer Futterdummy-Suche gibt. Darüber vergisst Lenny sogar, dass es hier verlockend nach Mäuschen duftet.








Auf dem weiteren Weg treffen wir auf verschiedene Tiere auf den Weiden. Da Lenny diese sehr spannend findet, werden sie erst einmal in aller Ruhe begutachtet, bevor er weitergehen kann.




Abenteuerlicher Abstieg
Im Wald wird der Weg deutlich steiler, sodass wir uns ganz darauf konzentrieren müssen – zumindest die Zweibeiner! Deshalb geht immer einer von uns vor und ruft dann die Hunde zu sich, so besteht keine Gefahr, dass irgendjemand ins Stolpern gerät.










Unten angekommen, macht sich Dieter vergebens auf Cache-Suche, während Lenny und Shadow lecker gefüllte Klopapierröllchen suchen und leeren dürfen – ein leckeres Finale nach einem erfüllten Tag.






Zurück beim Wohnmobil gönnen wir uns eine kleine Pause im gemütlichen Schnellimbiss am Platz und lassen die Eindrücke dieser einzigartigen Burganlage auf uns wirken.





Und schon geht die Reise weiter zu unserem nächsten Stellplatz auf der wir Tschechien verlassen.
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