7. Oktober 2025
Auffahrt zum Glaubenbielenpass auf der Panoramastrasse
Das Postauto bringt uns von Sörenberg hinauf zum Parkplatz unterhalb des Glaubenbielenpasses auf 1565 m ü.M. Die Fahrt ist ein kleines Abenteuer für sich, denn die Strasse ist so schmal, dass ein Kreuzen unmöglich ist. Immer wieder müssen Autos zurücksetzen, wenn ihnen das Postauto entgegenkommt – das hat hier oben nämlich immer Vorfahrt.









Die Qual der Wahl
Oben angekommen eröffnet sich uns eine Fülle von Wandermöglichkeiten. Die Gegend bietet unzählige Wege und Trails, die sich durch die Berglandschaft schlängeln. Für uns steht aber bereits fest, dass wir zur Alp Glaubenbiel wandern werden.




Den kurzen, direkten Weg über die Strasse wollen wir jedoch nicht nehmen. Stattdessen biegen wir schon bald vom Hauptweg ab und folgen schmalen Pfaden, die noch deutlich die Spuren der Kühe zeigen. Erst vor Kurzem sind sie hier zu Tal gezogen, und ihre Hufabdrücke haben sich zum Teil tief in den Weg eingegraben.
Ein unerwarteter Zwischenstopp
Wir sind noch nicht weit gekommen, als Monika plötzlich mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hat. Ihre Beine zittern, und es kündigt sich eine Migräne an. Nach einer kurzen Pause und entsprechenden Medikament geht es ihr zum Glück relativ schnell wieder besser. So können wir die Wanderung zum Glück fortsetzen und die schöne Landschaft und das Panorama geniessen. Zur Sicherheit benutzt Monika aber weiterhin die Stöcke. Damit hat sie mehr Stabilität, falls ihr Kreislauf nochmals schwächelt.



















Abstecher zum Bergsee
Unten am kleinen Bergsee ist ein Cache versteckt – für Dieter als Geocacher natürlich ein Muss. Shadow erlebt dabei eine lehrreiche Erfahrung: Wenn man seinen geliebten Tannenzapfen über einem Steinhaufen nicht festhält, nützt alles Suchen nichts – der Steinhaufen gibt ihn nicht mehr her 🙁







Pause auf der Alp Glaubenbiel
Die auf 1579 m ü.M. gelegene Alp Glaubenbiel bietet ein einzigartiges Alpenpanorama. Da lädt die Sonnenterasse förmlich zu einer gemütlichen Pause ein, und wir nehmen die Einladung gerne an. Besonders froh sind wir, dass wir draussen sitzen können – so fällt Shadows Vorderpfote, die mit Kuhmist dekoriert ist, nicht gleich auf.












Weiter geht’s auf unserer Wanderung








Wenn Dieter sein Handy studiert, geht es meistens entweder um die richtige Wegführung oder um den nächsten Cache. Auch diesmal. Und die Karte zeigt: Ab hier geht es bergab.




Der steile Abstieg beginnt
Der Abstieg ist ziemlich steil und führt uns über schöne Alpwiesen. Das Gelände ist zwar nicht schwierig, aber wir müssen trotzdem genau schauen, wo wir unsere Füsse hinsetzen. Hier in der Moorlandschaft haben die Kühe tiefe Spuren hinterlassen, die stellenweise unter Gras verborgen sind. Ein falscher Tritt könnte schnell schmerzhaft werden.
Nach der steilen Passage werden die Wege wieder flacher, und wir können das herrliche Panorama in Ruhe geniessen. Die Landschaft hier oben ist wirklich etwas Besonderes.




















Durch die gluckernde Moorlandschaft
Weiter geht es durch die wunderschöne Moorlandschaft. Aufgrund des Regens am vergangenen Wochenende ist der Boden noch richtig durchnässt. Unter unseren Schuhen gluckert es bei jedem Schritt, und wir müssen aufpassen, nicht zu tief in den weichen Untergrund einzusinken. Niemand von uns hat Lust, die Schuhe darin zu versenken.








Kühe auf der Weide
Ein Warnschild macht uns auf Mutterkühe aufmerksam. Zum Glück müssen wir uns heute keine Sorgen machen – die Kühe sind bereits zu Tal gezogen. Trotzdem ist es kein schönes Gefühl, wenn man vor so einem Schild steht und umdrehen muss, um nicht von schützenden Mutterkühen angegriffen zu werden. Das haben wir auf anderen Wanderungen schon erlebt.




Eine weitere Cache-Pause
Der nächste Cache, den wir heben wollen, liegt wie bestellt an einem perfekten Platz für eine kleine Pause.





Nach der Rast machen wir uns an den letzten Abschnitt unserer Wanderung. Wir schätzen, dass wir noch etwa eine Stunde bis nach Sörenberg brauchen werden. Und liegen damit gar nicht so falsch – da hat selbst Dieters Abkürzung, die sich am Ende wegen den gesperrten Wegen als Umweg entpuppt, nichts daran geändert.






Die Schutzbauten von Sörenberg
Kurz vor dem Dorf stossen wir auf ein kleines Tal mit eigenartigen Verbauungen. Die Konstruktionen wirken fast wie kleine Kunstwerke, haben aber einen sehr ernsten Hintergrund. Sie gehören zu den „Schutzbauten Laui Sörenberg„, welche das Dorf vor Murgängen schützen sollen. Sörenberg wurde in der Vergangenheit mehrfach von solchen Naturereignissen heimgesucht, und diese Verbauungen sind eine wichtige Massnahme, um künftige Schäden zu verhindern.





Zurück beim Wohnmobil
Wir erreichen die ersten Häuser von Sörenberg. Die meisten davon stehen im Moment leer – typisch für ein Feriendorf ausserhalb der Hauptsaison.




Nach gut fünf Stunden sind wir wieder zurück bei unserem Wohnmobil. Eine schöne Tour mit vielen Eindrücken – und trotz des Kreislauf-Zwischenfalls von Monika ein gelungener Tag in den Bergen.



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