Walscheid in den Vogesen

1. bis 4. Juni 2024

Ein Lab-Cache führt zu den Highlights

Der nächste Halt entpuppt sich als kleines Juwel mit ungewöhnlichen und überraschenden Attraktionen. Dazu lassen sich diese erst noch prima mit Geocaching verbinden, dank dem hier gleich zwei schöne Wanderungen auf dem Plan stehen.

Wanderung führt entlang einer Lab-Cache-Runde

Marienstatue beim Hitstein

Die erste Etappe führt mich und Shadow zur Marienstatue Jungfrau von Hitstein. Diese im Jahr 1939 vom Bischof Heintz von Metz eingeweihte Statue war zum Schutze des Dorfes gedacht. Und tatsächlich blieb Walscheid bei den Bombenangriffen im Juni 1940 und September 1944 verschont. Zum Dank findet seitdem jährlich eine Wallfahrt zur Jungfrau Maria statt, um ihr dafür zu danken.  

2020 wäre sie fast einem Erdrutsch zum Opfer gefallen. Zum Glück blieb sie jedoch trotz des beachtlichen Risses stehen. Zu ihrer Sicherheit wurde danach durch Freiwillige eine Stützmauer errichtet, welche den Felsen und die Statue schützt.

Saint-Léon-Höhle

Die nächste Sehenswürdigkeit auf meiner Wanderung ist die Grotte „Saint-Léon“. Sie ist nicht nur wunderschön gelegen, mit ihren 8 Metern Höhe, 24 Meter Breite und 32 Meter Tiefe ist auch die grösste natürliche Grotte in den Vogesen.

Links vom Eingang erinnert eine Tafel an Papst Leo IX, der in Walscheid geboren wurde. In jungen Jahren soll er oft in die Höhle zum meditieren und beten gekommen sein. Er gilt als Reformer und bedeutendster deutscher Papst des Mittelalters, welcher später heilig gesprochen wurde.

Vorgebirge Durrenberg 

Von hier aus steigen Shadow und ich zum Vorgebirge hoch und kommen dabei auch einer kleinen Marienstatue vorbei, die hier vielleicht zum Schutz der Wanderer und des Dorfes aufgestellt wurde. Auf der Aufsichtsplattform auf dem Sandsteinfelsen bietet sich mir ein atemberaubender Blick auf das Dorf Walscheid und die Wälder ringsherum.

Das Heidenschloss

Das Heidenschloss war ursprünglich als Schutzburg für das Tal gedacht. Erst viel später, als es von Räubern eingenommen wurde, wurde es als das „Schloss von Heiden“ bekannt.

Die damalige Burg war aber auch der Geburtsort von Brunon, dem späteren Papst Leo IX., im Jahr 1002. Heute sind von der Burg nur noch Ruinen und ein Gedenkmonument aus den Überresten alter Kapellen übrig. Dessen Vorderansicht täuscht darüber hinweg, dass es sich dabei nur um eine reine Kulisse handelt.

Von hier aus geht es zurück zum Wohnmobil. Schade nur, dass ich es nicht geschafft habe, den Lab-Cache ganz zu lösen.

Eine schöne Wanderung mit tollen Caches

Die zweite Wanderung vom l’Étang de Walscheid zum Rocher du Hohwalsch dauert insgesamt vier Stunden. An der Route sind eine Reihe liebevoll gestalteter Caches ausgelegt, was die Angelegenheit doppelt so schön macht. Der fast 20 Meter hohe Felsen ist ein beliebter Kletterfelsen mit unterschiedlich schweren Kletterrouten.

Das Highlight hier ist jedoch die Natur, die mit ganz besonderen Felsformationen aufwartet.

Auch die Mistkäfer fühlen sich hier wohl

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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