Vignola Mare, toller Strand und viel Geschichtliches *

30. September bis 9. Oktober 2023

Wohnmobil-Stellplatz Oasi Gallura

Nur wenige Kilometer von Aglientu entfernt, wartet der traumhafte Strandabschnitt Vignola Mare auf uns. Es ist bereits unser dritter Besuch hier. Unsere erste Begegnung mit diesem besonderen Ort hatten wir noch mit den Kindern und unserem Zeltklappanhänger auf dem Camping Baia blu La Tortuga.

Diesmal haben wir den direkt daneben liegenden Stellplatz ‚Oasi Gallura‘ entdeckt – und sind begeistert! Die herzliche Besitzerin hat hier einen wunderschön angelegten Platz geschaffen, der infrastrukturmässig alles bietet, was das Camperherz begehrt. Sogar eine Waschmaschine steht zur Verfügung. Ein echter Luxus, wenn man so lange unterwegs ist wie wir. Aber nicht nur das lockte uns an, sondern auch, dass er längst nicht so belegt ist wie der Campingplatz.

Und dass er keinen direkten Strandanstoss hat, stört uns nicht, denn der Spaziergang zum Strand ist kurz und fast verkehrsfrei.

Was als kurzer Zwischenstopp geplant war, wird so am Ende ein Aufenthalt von über einer Woche. Dazu trägt natürlich auch bei, dass die Besitzerin ihre Winterpause von Tag zu Tag verschiebt. Bei so viel Zeit an diesem wunderschönen Ort entstehen natürlich auch jede Menge Bilder, die wir gerne mit dir teilen.

Torre di Vignola

Bei den noch immer sommerlichen Temperaturen verlegen wir unsere Spaziergänge gerne in die kühleren Abendstunden. Unser heutiger führt uns über einen wunderschönen Fussweg zum Torre di Vignola ganz in der Nähe unseres Stellplatzes.

Wie die anderen Wachtürme entlang der sardischen Küste spielte er einst eine wichtige Rolle bei der Verteidigung Sardiniens gegen die spanischen und aragonischen Überfälle. Finanziert wurden sie durch die sardische Bevölkerung.

Auf dem Ausguck

Während die Verteidiger früher nur über eine Strickleiter zur über fünf Meter hohen Turmspitze gelangten, können wir heute bequem über eine Aussentreppe hinaufsteigen. Von oben eröffnet sich ein spektakulärer Blick über die Küste. Und beim weichen Licht der Abendstunden ist es gleich noch einmal so schön.

Nach dem Ausflug in die Vergangenheit geht es den gleichen Weg zurück zum Wohnmobil.

Chiesetta di San Silverio

Unser nächster Abendspaziergang führt uns am Torre vorbei zur bezaubernden Chiesetta di San Silverio. Ein weiterer Ort mit einer besonderen Geschichte.

Bevor wir aber dazu kommen, dürfen Shadow und Lenny noch ein wenig das Meer und den menschenleeren Strand geniessen.

Zu den restlichen Wasserbilder von Lenny und Shadow

Eine Jesusstatue wacht über Kirche und Ort

Alles begann 1938 mit einem einfachen kleinen Häuschen, welches von der lokalen Bevölkerung für die Fischer aus der Nähe von Neapel errichteten. Dieses diente den Fischern, die zum Hummerfang hierhin kamen als Schutz vor Wind und Wetter. Zum Dank bauten die Fischer hier eine Kapelle, die sie dem römischen Papst San Silverio widmeten, der nach der feindlichen Übernahme des Heiligen Stuhls nach Ponza verbannt wurde.

Und bis heute steht die kleine Kirche allen offen, die hier Schutz suchen. Das ist jedoch nicht die einzige Sehenswürdigkeit hier. Denn wie das berühmte Wahrzeichen von Rio de Janeiro wacht hier eine Jesusstatue über die Bucht.

Unterwegs zur kleinen Madonna

Unser Weg führt uns weiter zur ‚Piccola Madonna‘. Hier war es tatsächlich ein Geocache, der Dieter auf die kleine Madonna aufmerksam gemacht hat. Danach müssen wir uns jedoch sputen, damit wir vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück beim Wohnmobil sind.

Spaziergang zum gegenüberliegenden Strandabschnitt

Am nächsten Tag erkunden wir die gegenüberliegende Seite der Bucht. Dabei führt uns unser Spaziergang auch an zwei Campingplätzen vorbei, die noch gut besucht sind. Das gleiche gilt auch für den Strand vor den Campingplätzen, weshalb Shadow und Lenny hier erst mal an der Leine bleiben müssen.

Gleich danach beginnt jedoch wieder das ursprünglichere Sardinien mit Felsenbuchten und Sandstränden in herrlichen Farben. Erst recht, wenn man wie wir im Abendrot unterwegs sind.

Hier ist auch dann endlich wieder etwas Freilauf für die beiden Jungs angesagt. Vor allem für Lenny ein besonderes Highlight, da er wegen seiner Jagdleidenschaft sonst oft an der Leine bleiben muss. Auch wenn es eine Schleppleine ist, ist es natürlich nicht das Gleiche wie wenn er wie hier frei herumhüpfen kann.

Trotz der geringen Distanz vom Weg zum Torre di Vignola treffen wir hier auf eine ganz andere Vegetation, die aber genau so schön ist.

Auf dem Rückweg geht es ein Stückchen durch den nahegelegenen Pinienwald.

Spiaggia Monti Russu

Dieter hat entdeckt, dass es noch einen weiteren Cache in der Region gibt und so macht er sich mit Fahrrad auf die erfolgreiche Suche am türkisblauen Meer.

Damit endet hier dann aber auch unser Aufenthalt an diesem wunderschönen Ort.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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