Durch die Schweiz ins Südtirol

Da Monika wegen Jason in Birsfelden bleibt, macht sich Dieter alleine auf den Weg – nur Shadow begleitet ihn. Die einzige Frage: Wo geht die Reise hin? Nach einem Anruf beim Kollegen steht fest: Nach Kärnten soll es gehen!

Die Routenplanung braucht dann auch nicht lange. Immer in den Alpen bleiben, so entgehen sie den heissen Tagen. Und praktischerweise auf dem Rückweg noch ein Abstecher nach Schweinfurt zum Heizmittel-Wechsel.

06. – 08. Juli 2022

Glarus

Ein perfekter Übernachtungsort auf dem Weg gen Osten. Ich nehme mir vor, jeweils zwei Nächte an einem Ort zu bleiben – so sind auch längere Tagesausflüge möglich.

Heute führt uns dieser an den Klöntalersee. Mit dem Postauto rumpeln wir an das westliche Ufer, dort, wo der See seinen Anfang nimmt. Zurück wandern wir dem Seeufer entlang, und bevor das Postauto uns wieder zurück nach Glarus bringt, gönnen wir uns noch einen gemütlichen Restaurantbesuch.

08. – 10. Juli 2022

Klosters

Da Shadow noch immer kein begeisterter Mitfahrer ist, halte ich die einzelnen Reiseetappen bewusst kurz. Nach dem Motto ‚Slow-Drive‘ folgt in Klosters-Dorf bei der Madrisabahn der nächste Halt. So bleibt nach der Ankunft noch genügend Zeit für einen ersten Erkundungsgang unterhalb des Dorfes.


Am nächsten Morgen lockt der Berg. Mit der Gondelbahn schweben wir die 750 Höhenmeter mühelos nach oben. Der Wanderweg beginnt an der Bergstation der Madrisabahn und führt über die Saaser Alp bis nach Schlappin. Eine Einkehr ins Berghaus Erika ist nach dem steilen Abstieg schon fast Pflicht – so sammeln wir auch gleich neue Kräfte für die letzte Etappe über die saftigen Alpweiden. 

 10. – 12. Juli 2022

Glurns

Über die Flüela und danach durch den schweizerischen Nationalpark geht es schwungvoll den Ofenpass hinunter, und schon befinden wir uns in der autonomen Provinz Bozen. Im schmucken Städtchen Glurns, das sich trotz weniger als 1000 Einwohnern stolz „Stadt“ nennen darf, umschliesst noch eine vollständig erhaltene Ringmauer mit drei malerischen Toren den historischen Kern.

Glurns war im Spätmittelalter eine bedeutende Handelsstadt, vermutlich dank der strategisch günstigen Lage zwischen Reschen- und Ofenpass. Für Shadow und mich nach der langen, kurvenreichen Fahrt ein idyllisches Plätzchen für die nächsten zwei Tage.

Da wir diesmal auf einem Campingplatz stehen, müssen wir bereits am Vormittag weiterfahren – viel zu früh, um die Umgebung mit einem ausgedehnten Spaziergang zu erkunden.

Ruine statt herrschaftlichem Schloss

Nur wenige Kilometer weiter taucht jedoch wie gerufen ein grosszügiger Parkplatz auf, und von weit oben winkt verlockend das Schloss Lichtenberg. Kurzerhand plane ich auf dem Handy eine schöne Runde, und schon stapfen wir los. Wie traumhaft die Pfade tatsächlich sind, zeigen die folgenden Bilder. Leider entpuppt sich das Schloss aus der Nähe als verfallene Ruine, sodass wir uns die zusätzlichen Höhenmeter sparen.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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