24. April 2019
Ein überraschender Museumbesuch
Auf unserer Weiterreise entdecken wir beim Vorbeifahren ein Museum in Dietingen, das mit „Welt der Kristalle“ angeschrieben ist. Spontan beschliessen wir dieses zu besuchen. Nicht ahnend, dass aus dem „Lass uns doch kurz reinschauen“ ein mehrstündiger Besuch wird.
Zum Glück wissen wir die Hunde gut versorgt im Wohnmobil, sodass wir uns kein schlechtes Gewissen machen müssen – auch wenn wir natürlich zwischendurch bei ihnen vorbeischauen.


Wo die Schätze herkommen
So lassen wir uns auch nicht den 20-minütigen Film entgehen, der uns nach Südamerika mitnimmt. Er zeigt, wie die dortigen Strahler (Mineralien- und Kristallsucher) in kleinen, oft privaten Gemeinschaften nach den Schätzen in der Erde graben. Dabei erschaffen sie mit einfachen Werkzeugen bis zu 18 Meter tiefe Löcher und riesige Höhlensysteme. Die Sicherheitsvorkehrungen darf man sich dabei wohl nicht genauer anschauen 😮
Aber nun genug geschrieben. Lass dich einfach von den Farben und Formen auf den Bildern verzaubern – auch wenn sie das Strahlen der Steine nie so darstellen können, wie es sich uns präsentiert hat.
Im Museum
Schon im Eingangsbereich begrüssen uns die ersten Edelsteine und Versteinerungen. Und wir staunen nicht schlecht, wie gross diese sind. Da wissen wir noch nicht, dass sie nur ein Vorgeschmack von dem sind, was uns drinnen erwartet
Der Amethyst
Der Amethyst ist die violette Varietät innerhalb der Quarze. Sie sind weit verbreitet, so auch in Europa, jedoch eignen sich nicht alle als Schmucksteine. Hier im Museum sind vor allem Drusen ausgestellt. Dabei handelt es sich um Amethystkristalle, die sich innerhalb eines Hohlraumes gebildet haben und von einer Schicht Chalcedon umgeben sind. Auch dabei handelt es sich um einen Quarz, der aber in seiner Färbung unscheinbar ist. Die schönsten Drusen stammen aus Brasilien.
Bei unserem Rundgang sind wir fasziniert vom Glanz und der Grösse der Drusen. Beeindruckt betrachten wir auch die Dokumentation, wie der gut 4 Meter hohe und 3,3 Tonnen schwere Amethyst in das Museum kam. Und noch heute steht der riesige Quarz in seiner Transportbox, in der er von Uruguay nach Deutschland kam und dann über eine Dachöffnung mittels Kran im Museum aufgestellt wurde.













Erst wenn der Chalcedon sich öffnet, zeigt sich die ganze Schönheit des Kristalls.


Versteinerungen
Wir hätten aufgrund der Versteinerungen im Eingangsbereich eigentlich schon damit rechnen müssen, aber trotzdem sind wir überrascht, als wir auf die vielen Versteinerungen stossen. Egal ob Baumstämme, Tiere oder Pflanzen – alle sind etwas Besonderes und zeugen von uralten Ereignissen. Auch ein Eisenmeteorit ist hier zu bestaunen, der vor 4000 bis 6000 Jahren auf die Erde gestürzt ist.
Versteinertes Holz




Versteinerte Tiere und Dinosauriereier
Versteinerte Tiere und Dinosauriereier zeigen uns, wie sich das Leben vor Millionen von Jahren entwickelt hat. Besonders faszinierend sind auch die Opale und der Widderkopf mit Selenitkristallen – ein Eisenmeteorit vervollständigt diese eindrucksvolle Sammlung.













Eisenmeteorit, zwei Opale und ein Widderkopf mit Selenitkristallen





Die Vielfalt der Kristalle
Was für eine Farbenpracht! Umso grösser der Gegensatz, wenn es um die Bearbeitung der Kristalle geht – bestimmt auch nicht die gesündeste Arbeit.





Kein Kristall gleicht dem anderen. Und wenn sich dann, wie bei den beiden Opalen und dem Splash Copper noch bunte Farben und Metalle einbringen, wird die Farbenpracht noch grösser.






Gleich und doch ganz anders
Welch ein interessanter Vergleich: Insekten und Kristall. Wir können nur staunen, wie sich die Farben fast 1 zu 1 gleichen.







Zu unserer Überraschung bietet das Museum gleich nebenan einen wunderschön angelegten Stellplatz an. Unsere Pläne sehen jedoch anders aus, und so fahren wir nach einer kleinen Runde mit den Hunden gleich weiter zum Stellplatz beim Restaurant „Schöne Aussicht“ in Hornberg.





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