11. bis 12. November 2021
Das Wohnmobil ist gepackt, die Vorfreude ist spürbar. Diesmal wird aus dem Traum vom Leben und Reisen endlich Realität!
Die letzten Basler Tage
Zum Abschied noch einige schöne Spaziergänge durch die Lange Erlen. Noch einmal ausgiebig schnüffeln und Hundebegegnungen für Jason und Shadow, bevor wir der Schweiz für einige Monate Adieu sagen.












Reisefreigabe
Ein wichtiger Termin steht jedoch noch aus: der finale Check beim Tierarzt. Jason muss sein Reise-OK abholen, denn ohne grünes Licht geht es bei seiner Erkrankung nicht.
Gewartet wird trotzdem erst einmal. Im Wohnmobil, während Frauchen putzt, und dann noch zweieinhalb gemütliche Stunden beim Tierarzt, bis die Blutergebnisse vorliegen. Die Blutabnahme dazwischen hätte Jason gerne gestrichen, aber wie immer lässt er sich dank LeParfait-Tube brav anzapfen. Und wir haben Glück: Seine Blutwerte sind so gut, dass wir fahren können.
Die gute Nachricht: Die meisten Werte entwickeln sich weiter in die richtige Richtung. Das Unwohlsein hängt noch mit der Magen-Darmgrippe vor einer Woche zusammen, die sich leider akut zurückgemeldet und gleich noch die Blase mitgenommen hat. Daher auch der Kragen, damit er alles schön in Ruhe lässt. Unserer Abreise steht damit zum Glück nichts mehr im Weg.






Dann heisst es Abschied nehmen: von Basel, von unseren Kindern und Freunden, die wir so bald nicht mehr persönlich sehen werden.
Statt englischem Wetter, italienischer Sonnenschein
Die vor zwei Jahren geplante Reise nach Grossbritannien haben wir kurzerhand auf Eis gelegt. Um die Jahreszeit sind die milden Temperaturen Italiens verlockender.
Bevor es jedoch so weit ist, gibt es noch einen Werkstatt-Stopp in Langenthal: Dichtigkeitsprüfung und Reparatur des rebellischen Türschlosses stehen auf dem Plan. Danach aber beginnt sie, unsere Reise ohne Zeitlimit.
Erste Etappe: Luzern und ein leckeres Fondue
Heute fahren wir jedoch nur bis zum Campingplatz in Luzern. Eine perfekte erste Etappe, um langsam in den Reisemodus zu gleiten. Ausserdem erwartet Dieter dort ein Fondue auf dem Vierwaldstättersee mit seinen früheren Arbeitskollegen.






Unerwartete Gesellschaft
Der nächste Morgen begrüsst uns mit milden Temperaturen, ideal für einen entspannten Spaziergang. Dabei entdecken wir einen völlig leeren Hundefreilaufpark. Ein Traum.
Die Ruhe hält allerdings nicht lange an. Eine Hundehalterin betritt den Park mit ihrer zehn Monate alten Vizsla-Hündin. Anfangs tobt die junge Hündin noch ausgelassen mit ihrer Besitzerin am anderen Ende des Parks, doch irgendwann wird ihr das zu wenig und Shadow interessanter. Und so läuft sie bald zu uns herüber. Ist dann aber von Shadows Enthusiasmus doch etwas überfordert und zeigt sich betont deeskalierend. Dies wiederum irritiert Shadow sichtlich. Zudem verrät ihm seine Nase längst, was die Hündin verbergen möchte. Die andere Besitzerin ist inzwischen auch näher gekommen und klärt uns schmunzelnd auf, dass sie erst vor zehn Tagen läufig gewesen sei.






Für einen unkastrierten Rüden im besten Alter benimmt sich Shadow wirklich vorbildlich. Jason hingegen interessiert das alles herzlich wenig. Er hat längst wichtigere Dinge entdeckt: die Kekse der Besitzerin und die Streicheleinheiten, die sie grosszügig verteilt.





Schweren Herzens müssen wir auf ein geplantes Highlight verzichten: den Besuch der zwei Wochen alten Welpen einer Kollegin. Nach Jasons und Shadows hartnäckiger Magen-Darm-Geschichte wäre das Risiko, die kleinen Fellknäuel anzustecken, einfach zu gross. Sicherheit geht vor, auch wenn das Herz protestiert.
Nach dem Spaziergang setzen wir die Reise fort und bleiben dabei aber noch eine Weile in der Schweiz.
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