Cremona am Po *

05. bis 07. März 2022

Die 80 km südöstlich von Mailand gelegene Stadt Cremona ist weltbekannt für ihre berühmten Geigenbauerfamilien wie Amati, Guarneri und Stradivari. Wir lassen die Stadt jedoch links liegen und steuern den Stellplatz vor der Stadt an.

Unser Stellplatz

Der Stellplatz liegt auf einer riesigen, ebenen Fläche. Direkt davor erhebt sich ein imposanter Damm, über dessen Höhe wir uns wundern. Weit und breit ist kein Wasser zu sehen, und auch der Po ist es ein ordentliches Stück entfernt, wie wir auf der Herfahrt gesehen haben.

Unterwegs zum Po

Am nächsten Tag machen wir uns zu Fuss auf den Weg zum Fluss. Der Pfad führt zunächst über den Damm und durch ein weitläufiges Naturschutzgebiet. Als wir am Po ankommen, staunen wir nicht schlecht, dass wir rund eine Stunde dafür gebraucht haben. Zugegeben, der Weg schlängelt sich durch die Landschaft, dennoch hätten wir den Po deutlich näher vermutet. Genauso erstaunt sind wir, wie wenig Wasser der Po führt.

Strand so weit das Auge reicht

Vor uns erstreckt sich eine weite Sandlandschaft, in der eine Brücke einsam in der Landschaft steht. Dieses schmale Rinnsal soll zu einem reissenden Strom anschwellen, der einen Kilometer ins Landesinnere dringt und die Dämme notwendig macht? Kaum vorstellbar! Doch die Antwort auf dieses Rätsel werden wir erst im Wald finden. Jetzt geniessen wir erst einmal den Sandstrand und die friedliche Stille.

Posen im Sonnenuntergang

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Vom Po verzauberter Wald

Als wir den Wald erreichen, liegen bereits viele Meter zwischen uns und dem Wasser. Doch hier erzählen die vom Gras umhüllten Bäume wie weit und vor allem wie hoch das Wasser des Po steigen kann. Um die Stämme derart zu umhüllen, muss der Pegel mindestens zehn Meter über dem heutigen Stand liegen. Nun erscheinen die Dämme auf einmal in einem ganz anderen Licht.

Morgenspaziergang auf dem Damm

Vor der Weiterreise unternehmen wir noch einen letzten Rundgang auf dem äussersten Damm, der uns einen weiten Blick in alle Richtungen schenkt. Bei dieser Weite und dem Wissen, dass wir uns hier über einen Kilometer vom Flusslauf entfernt befinden, können wir uns kaum vorstellen, dass das Wasser jemals bis hierher vordringen könnte. Doch die Spuren im Wald haben uns eines Besseren belehrt.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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