Bergamo in der Oberstadt *

8. März 2022

Nach Sand, Strand und Natur lassen wir uns diesmal von der Stadt Bergamo gefangen nehmen. Eine Stadt, die leider in den vergangenen Jahren durch Corona traurige Berühmtheit gewonnen hat. Davon lassen wir uns jedoch nicht abschrecken und entdecken eine wunderschöne Stadt.

Unser Stellplatz in der Stadt

Vom bewachten Stellplatz aus haben wir einen wundervollen Blick zur Venezianischen Stadtmauer und der Oberstadt, der wir morgen einen Besuch abstatten werden.

Auf dem Weg zur Oberstadt

Vom Stellplatz aus geht es zu Fuss durch die Unterstadt rund 20 Minuten zur Standseilbahn, die uns hoch zur Oberstadt bringen wird. Wie in Italien üblich, werden wir dabei vom Hundegebell aus den Gärten begleitet, welches Jason und Shadow glücklicherweise ignorieren.

Maulkorbtragen ist Pflicht

Das Ticket für die Funicolare bekommen wir direkt in der danebenliegenden Bar. Doch trotz gültiger Tickets werden wir vom Mitarbeiter der Bahn angehalten. Denn was zwar überall gilt aber selten eingefordert wird, geht hier nicht ohne. Und so müssen wir Jason und Shadow die Maulkörbe anziehen, die wir in Italien zum Glück immer dabei haben. Dank Training tragen die beiden die Maulkörbe problemlos, auch wenn sie nicht die optimale Passform haben.

Aber damit nicht genug: Wir dürfen auch nicht im gleichen Wagon mitfahren, was vor allem Shadow doof findet. Umso überglücklicher ist er, als wir nach der kurzen Fahrt wieder zusammen sind.

Noch ein paar Fotos von der Bahn und dem Eingangsportal, und schon tauchen wir ein in die Stadt, in der 1961 in der Gelateria Marianna das Stracciatella-Eis erfunden wurde.

Geschichtsträchtiges In der Oberstadt

Alt und neu ergänzen sich

Die Piazza Vecchia bildet das pulsierende Herz der Altstadt und ist ringsum gesäumt von Restaurants und Bars, in denen es an wärmeren Tagen sicher herrlich wäre, bei einem Aperitivo das Treiben zu beobachten. Heute ist es uns dafür allerdings zu kühl, und auch der Contarini-Brunnen in der Platzmitte versteckt sich hinter Bauplane.

Dafür wartet am Ende des Platzes eine beeindruckende Kulisse auf uns: Die Basilika Santa Maria Maggiore, der Dom und die Kapelle Colleoni reihen sich majestätisch nebeneinander auf. Im grossen weissen Gebäude auf der linken Seite befindet sich die Biblioteca Civica mit der ältesten Bibliothek Italiens.

Als im 12. Jahrhundert die Pest in Europa wütete, baten die Bewohner von Bergamo die Madonna um Hilfe. Als Dank für ihren Schutz versprachen sie, ihr zu Ehren eine Kirche zu bauen. Sie hielten ihr Wort und errichteten 1137 in der Oberstadt auf der Piazza del Duomo die Basilika Santa Maria Maggiore.

Wir aber besuchen heute den Dom von Bergamo.

Cattedrale di Sant’Alessandro Martire

Als Monika den Dom betritt, verschlägt es ihr den Atem. Die prächtigen Gobelin-Wandteppiche an den Wänden und die überladene Dekoration begeistern sie so sehr, dass sie Dieter überzeugen kann, ebenfalls einen Blick hineinzuwerfen. Die Fotoausbeute ist dann auch entsprechend gross.

Der Dom ist dem Schutzpatron der Stadt gewidmet, dem Märtyrer Sant’Alessandro. Was wir heute sehen, wurde auf den Mauern einer deutlich schllichteren Kirche aus dem 6. Jahrhundert erbaut. Erst Ausgrabungen unter dem Dom brachten Details der ursprünglichen Anlage ans Licht, darunter eine Säule, die heute in der Krypta zu sehen ist.

Die Krypta

In der Krypta unter dem Chor befinden sich bischöfliche Sarkophage sowie ein Teil einer runden Säule, welche zur früheren Kirche gehörte und bei Ausgrabungen entdeckt wurde. Auf einer Gedenktafel sind auch die Namen der 84 Bischöfe von Bergamo zu lesen, beginnend beim heiligen Narnus aus dem 4. Jahrhundert.

Hundebegegnung auf italienisch

Während Dieter die Basilika besucht, bekommen Monika und die Hunde Besuch von einem italienischen Hund. Wie hier ganz oft üblich, wird dieser an der Leine für eine Begrüssung zu ihnen gelassen. Er ist zum Glück nett und es bleibt bei einem kurzen Beschnüffeln.

Alles eine Frage der Balance

Die Absperrung ist perfekt für einige Koordinations- und Balanceübungen mit Shadow. Für Jason ist das nichts mehr, doch auch er findet seine Beschäftigung. Gibt es doch in einer Stadt so viele unterschiedliche Düfte zu erkunden.

Stadtbummel in der Oberstadt

Die Venezianische Stadtmauer, ein UNESCO-Weltkulturerbe

Weiter geht unser Spaziergang zur Venezianischen Stadtmauer, von wo aus wir einen tollen Blick auf die moderne Unterstadt haben. Bei der Mauer handelt es sich um eine mittelalterliche Befestigungsanlage mit einer Länge von über 6 km und bis zu 50 m Höhe.

Hier dürfen Jason und Shadow auch für einen kurzen Moment freilaufen, und mit Shadow gibt es noch eine kurze Trainingseinheit um das Geländer des Kanonenhauses S. Giovanni.

Rückweg auf einer langen, abwechslungsreichen Treppe

Bevor es eindunkelt, machen wir uns auf den Rückweg. Diesmal geht es zu Fuss über die lange Treppe, auf der wir die 85 Höhenmeter hinunter in die Unterstadt mühelos bewältigen. Dank der vielen und abwechslungsreichen Eindrücke wird uns der Weg auch nicht lang.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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