2. bis 3. Oktober 2017
La Ciaccia-Valledoria
Wir sind unterwegs nach Castelsardo und übernachten auf dem toll gelegenen Stellplatz in La Ciaccia-Valledoria. Und wieder einmal haben wir Glück, denn wir dürfen gleich ganz vorne stehen und haben einen atemberaubenden Blick auf das Meer.
Vorher unternehmen wir jedoch noch einen kleinen Abstecher nach Costa Paradiso, wo wir vor einigen Jahren mit den Kindern und ihren Freunden drei tolle Wochen in einem Ferienhaus mit Pool verbracht haben. Aber wie schon damals, ist nur den Gästen die Zufahrt in den kleinen Ort erlaubt. Deshalb werfen wir nur einen kurzen Blick hinunter auf’s Meer bevor wir weiterfahren.



Das Geheimnis des Roccia dell’Elefante
Als Sammlerin von Elefantenfiguren können wir uns natürlich den „Roccia dell’Elefante“ nicht entgehen lassen. Unweit von Castelsardo gelegen findet man diesen über vier Meter hohen Trachytfelsen, der vor langer Zeit hierhin gerollt und durch die Elemente zur heutigen Gestalt geformt wurde. Der Grund für seinen ursprünglichen Namen „Sa pedra pertunta“, was soviel wie durchlöcherter Stein bedeutet, liegt in seinem ursprünglichen Verwendungszweck: Er beherbergt zwei Domus de Janas, welche vermutlich zwischen 2800 bis 3200 v.Chr. entstanden sind. Eines der beiden Gräber ist eingestürzt, weshalb vermutlich auch das zweite angelegt wurde.


Besuch des farbenprächtigen Castelsardo
Schon von weit her sind die farbigen Häuser von Castelsardo zu sehen. Das Küstenstädtchen liegt auf einer felsigen Halbinsel, auf deren höchsten Punkt die genuesische Adelsfamile Doria im Jahre 1102 das „Castel Genovese“ erbaute. Von hier aus kontrollierten die Genuesen dann auch den Seehandel vor der Küste.


Als die Spanier 1448 die Burg eroberten, änderten sie den Namen „Castello Aragonese“ und machten sie zum Bischofssitz. Erst viel später, als er bereits dem Herzogtum Savoyen angehörte, erhielt der Ort den heutigen Namen.









Begegnungen
Auf unserer Fototour in Castelsardo bekommen wir auch noch tierische Gesellschaft: Erst eine neugierige Katze, die dann aber doch lieber den Rückzug antritt, als sich Jason ihr nähert.



Ganz im Gegensatz zum Dorfwächter, der natürlich gleich mal schauen muss, wer sich da in sein Revier traut.





Als jedoch Jasons Öhrchen immer spitzer werden, weiss ich, es ist Zeit, ihn abzurufen. Denn sonst sagt er dem Dorfpolizisten doch noch, dass es nun so langsam mit der Kontrolle reicht.


Auf dem Rückweg begegnen wir dem kleinen Hund dann noch einmal. Spannenderweise zeigen beide aber sofort, dass sie sich kennen und eine weitere Kontrolle nicht notwendig ist.
Auf dem Weg zur Burg
1503 wurde auch der Bischofsitz verlegt und zwar in die „Cattedrale di Sant’Antonio Abate“, welche direkt unter der Burg auf einem Felsvorsprung steht und durch die Spanier von der Kirche zur Kathedrale umgebaut wurde. Durch den Basaltstein wirkt sie von Aussen sehr düster, was aber durch den Glockenturm mit seinem bunten Kacheldach und dem reich verzierten Innern wieder wett gemacht wird.



Auf dem Rückweg





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