30. bis 31. Oktober 2023
Auf dem Weg in die Stadt
„20 Minuten Fussweg zur Altstadt“ verspricht die Beschreibung – eine ziemlich optimistische Schätzung!
Vielleicht liegt es aber auch an Shadow und Lenny, die jede Duftmarke der Stadt akribisch untersuchen müssen. Oder daran, dass wir diesmal bewusst einen Gang runterschalten: Dank der Medikamente kann Monika zwar endlich wieder mit auf Entdeckungstour, aber wir nehmen alles etwas gemächlicher und gönnen uns häufige Verschnaufpausen. Die 1.300 Meter zum Piazza Costituzione werden so zur entspannten Erkundung.








In der Altstadt
Cagliari selbst zeigt sich von seiner charmantesten Seite und die Temperaturen sind selbst Ende Oktober noch richtig hoch. Und so sind wir froh um das Schattenplätzchen an der Piazza Costituzione von wo aus wir dem Treiben auf dem Platz und dem naheliegenden Restaurants zuschauen.


Eigentlich hätten wir auf der Piazza auch etwas essen wollen. Aber als sie darauf bestehen, uns an einen winzigen Tisch zu setzen, wo nur Minihunde daneben Platz gehabt hätten, verzichten wir dankend und schlendern weiter.
Auf unserem weiteren Bummel durch die schmalen Gässchen entdeckt Monika den Süssigkeitsladen „Le Caramelle Dei Pirati“, den wir schon in Alghero kennengelernt haben. Und natürlich kann sie auch hier der Versuchung nicht widerstehen.







Schiffe in der Altstadt
Bei der Scalette Santa Teresa im Stadtteil Villanova staunen wir nicht schlecht, als wir die riesigen Schiffe unten durchfahren sehen. Und durch die schmalen Gassen wirken sie noch einmal viel grösser.






Wir spazieren in T-Shirt und leichten Hosen durch die Stadt und doch verraten uns die Schaufenster-Auslagen, dass bald Weihnachten ist <3


Inzwischen haben wir aber wirklich Hunger bekommen und versuchen unser Glück bei einer Pizzeria an der Piazza Jenne. Hier werden wir nicht enttäuscht: Das Essen ist lecker und der nette Kellner vergisst auch unsere Hunde nicht, die dankbar für den Wassernapf sind.




Frisch gestärkt geht unsere Sightseeing Tour weiter, vorbei an der Chiesa Collegiata di Sant’Anna zur Chiesa di San Michele. Leider ist diese eingerüstet und die Zugänge verschlossen. Dafür laden die schmalen Strässchen und die warmen Farben an den Häuserfronten zum Bummeln ein.






Zurück bei der Piazza Jenne schlagen wir den Weg zum Viertel Castello ein. Kurz überlegen wir, die Treppe zu nehmen, entscheiden uns aber am Ende dann doch für den Lift.



Das Viertel Castello
Das Castello-Viertel ist der älteste und wohl faszinierendste der vier historischen Stadtteile Cagliaris, hoch oben thronend, mit engen Gässchen, wuchtigen Mauern und dem Elefantenturm als stummem Wächter. Dieser wurde 1307 von den Pisanern erbaut und bewacht noch heute den Eingang zum einstigen Machtzentrum der Stadt.
Das Viertel erstreckt sich vom römischen Amphitheater bis zur Bastione Saint Remy, mit den beiden Hauptstrassen Via La Marmora und Via dei Genovesi als roten Fäden durch das Viertel. Der Elefantenturm selbst wurde 1307 von den Pisanern erbaut und bewacht noch heute den Eingang zum einstigen Machtzentrum der Stadt.
Torre dell’Elefante
Der Elefantenturm wurde 1307 von den Pisanern zur Verteidigung der Burg, dem damaligen Zentrum der politischen, militärischen und religiösen Macht der Stadt, sowie zum Schutz der umliegenden Gebiete erbaut.



Bevor wir jedoch den inneren Bereich betreten, teilt uns ein lautes Bellen hinter dem Tor mit, dass hier Jemand nicht wirklich begeistert über unsere Anwesenheit ist. Zum Glück ist der Spalt zu klein, um es uns auch noch direkt mitzuteilen, aber es reicht, damit Lenny Stehöhrchen bekommt 😀


Noch ein letzter Blick hinunter in die Altstadt bevor wir in die schmalen Gässchen eintauchen.



Zu unserem Erstaunen fahren auch hier oben noch Autos 😀












Ein wunderschöner Blick über die Stadt und auf die Laguna di Santa Gilla



Von der Chiesa di Santa Maria del Santo Monte di Pietà geht es weiter zur Piazzetta Mercede Mundula. Hier lädt nicht nur die Terrasse hungrige und durstige Gäste zum verweilen ein sondern auch der wunderschöne Ausblick auf Cagliari im Osten.





Für den Weg zurück in die Altstadt verzichten wir auf die Fahrt mit dem Lift und folgen stattdessen der Strasse in Richtung Bastione di Saint Remy.


Cattedrale di Santa Maria Assunta e Santa Cecilia.












Weiter geht’s durch die engen Strässchen, wo sich uns immer wieder schöne Ausblicke auf die Umgebung und die gegenüberliegende Hügelseite bilden, wo unser Wohnmobil steht.








Auf der Aussichtsterrasse oberhalb der Bastione di Saint Remy. Diese wurde erst 1901 auf die alte Bastion aus piemontesischer Zeit gebaut und bietet einen herrlichen Blick in Richtung Hafen.





Auf dem Rückweg zum Stellplatz
Vorbei an der Piazza di Cosimo mit der Basilica paleocristiana di San Saturnino und gleich daneben entdecken wir die reich verzierte Pforte zur Chiesa di San Lucifero.



Was wir schon in anderen Städten gesehen haben, finden wir auch hier wieder: Unterschlüpfe für Katzen wo ihnen auch täglich Futter hingestellt wird.



Was für eine Farbenpracht um die Jahreszeit <3





Auch auf dem Rückweg gibt es wieder viel zu Schnüffeln für Lenny und Shadow. Und als dann noch ein bellender Hund Lennys Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist ihr Tag gerettet. Ganz zum Erstaunen des Hundes hinter dem Zaun, der sich vermutlich gewöhnt ist, dass die anderen Hunde verunsichert von Dannen ziehen.


Und so haben wir alle die Zeit in dieser schönen Stadt genossen. Monika ist aber trotzdem froh, als wir am Abend wieder beim glänzenden Wohnmobil sind, da ihr die überstandene Erkrankung doch noch zu schaffen macht.
Wellnesskur für unser Wohnmobil
Während wir durch die Gassen gebummelt sind, hat sich der Reinigungs-Service des Stellplatzes unserem Wohnmobil angenommen und ihm den Staub der vergangenen Wochen abgewaschen und gründlich gereinigt. Und so dürfen wir am nächsten Tag mit einem glänzenden Vogel weiterreisen.
Cagliari hat gehalten, was es versprochen hat oder eigentlich noch viel mehr geboten als erwartet. Und so nehmen wir viele schöne Bilder an diese schöne Stadt mit auf unsere Weiterreise.
© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog

One thought on “Ein gemütlicher Stadtbummel durch Cagliari *”