20. bis 22. Juni 2023
Brachwitz (Wettin-Löbejün)
Vor rund 300 Millionen Jahren schufen Vulkane nördlich von Halle eine grosse Porphyrlandschaft, die sich über 500 km2 erstreckt. Viele dieser Steine sind heute von Erde und Pflanzen überdeckt. Nicht so in den Brachwitzer Alpen. Hier zieht sich die Abbruchkante über 2 km entlang des nördlichen Saaleufers unweit unseres Stellplatzes.
Und so war Porphyr hier lange auch ein beliebter Baustoff. Heute wird in der Region Porphyr nur noch in einem einzigen Steinbruch abgebaut.
Fähre an der Saale
Bei der Ankunft am Stellplatz fällt uns natürlich gleich die Fähre auf, die hier tagtäglich von 5:00 bzw 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr praktisch ununterbrochen Passagiere mit oder ohne Fahrzeug von einer zur anderen Seite fährt. Selbst wir mit unseren fast 7 Tonnen hätten mitfahren können, nimmt sie doch LKW bis 20 Tonnen mit.




Stellplatz an der Saale
Der Platz ist wunderschön gelegen und wir haben die freie Auswahl. Da stellen wir uns natürlich direkt ans Ufer der Saale – Mücken gibt es hier zum Glück keine.





Spaziergang zu den Brachwitzer Alpen
Wenn man die Alpen kennt, ist der Name natürlich hoch gegriffen, aber trotzdem sind die Klippen mitten in der sonst flachen Landschaft doch beeindruckend.
Die Brachwitzer Alpen gehören zum Landschaftsschutzgebiet „Porphyrlandschaft“ nordwestlich von Halle. Charakteristisch für diese Landschaft sind nicht nur die roten Felsen, sondern auch die Saale, die mitten hindurch führt.


















Neben ausgiebigem Schnüffeln und Baden gibt es auch immer mal wieder kleine Beschäftigungsangebote von uns. Und natürlich darf auch das obligate Stöckchen für Lenny nicht fehlen 😀










Wir sind nicht mehr alleine
Als wir zurück zum Stellplatz kommen, staunen wir nicht schlecht. Denn als wir gingen, stand nur unser und noch ein weiteres Wohnmobil hier und nun ist der Platz gut gefüllt. Und mit den Menschen sind auch weitere Hunde gekommen, welche uns lauthals begrüssen. Lenny und Shadow finden sie aber zum Glück nur interessant.
Weniger begeistert sind wir jedoch, dass ein anderer Hund immer wieder zu unseren kommt und ihn der Besitzer erst auf mehrmaliges Bitten unsererseits an die Leine nimmt. Auch wenn unsere in der Regel gut damit klar kommen, wissen wir ja nicht, wie der andere reagiert oder ob es in der Enge unter dem Wohnmobil nicht doch einmal auch zu viel wird für Shadow und Lenny. Und sie deswegen im Wohnmobil einzusperren ist ja auch nicht die Idee, wenn ein wenig Rücksichtnahme allen hilft.



Noch einmal geht’s zu den Felsen
Dabei kommen wir auch an der Felsenbühne und am Restaurant Saalekiez vorbei. Im Sommer finden in der Kulisse der Felsenbühne Konzerte, Partys und Filmvorführungen statt. Und im Winter Weihnachtsmärkte, Glühweinabende am Feuer und vieles weitere statt.
Hier treffen wir auch auf den Chauffeur eines Reisebusses, der uns anspricht, weil er nicht genau weiss, wie er später am Abend wieder nach Halle kommt.


















Ein Unwettertief kündigt sich an

Eigentlich wollten wir noch mindestens zwei Tage an diesem schönen Fleckchen bleiben. Aber als die Wetterwarnungen auch für unser Gebiet immer heftiger werden und vor riesigen Hagelkörnern und möglichen Tornados warnen, beschliessen wir, unsere Zelte abzubrechen und in den Norden zu fahren, welcher weniger gefährdet sein soll (das gelbe auf der Deutschlandkarte bedeutet Hagel).
Denn so nahe am Wasser und ganz ohne Schutz möchten wir dieses Wetter nicht im Wohnmobil aussitzen.
Wir setzen über
Die andere Seite der Saale und eine Flussüberquerung auf der Fähre wollen wir uns dann aber doch nicht entgehen lassen. Dies ohne Wohnmobil.




Beim Spaziergang nehmen wir es gemütlich, denn um die Uhrzeit ist es schon recht warm.























Danach geht es aber gleich los, vorbei an Berlin bis zur Mecklenburgischen Seenplatte. Dabei beobachten wir permanent den Wetterradar und sehen, dass das schlechte Wetter uns zu verfolgen scheint.
Selbst für Mecklenburg, unserem geplantem Ausweich-Stellplatz, gibt es nun Wetterwarnungen (das gelbe auf der Karte bedeutet Hagel). Aber am Ende haben wir Glück und bekommen nur etwas Regen ab.

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