Bosa – Torre Argentina *

14. bis 15. Oktober 2023

Die Küste hat sich in den vergangenen zwei Jahren durch Wind und Meer stark verändert. Und so zeigen sich diesmal die Spaziergang-Möglichkeiten beim Casa del Vento eher begrenzt. Auch ist der Zugang zum Meer sehr steil und die riesigen Felsblöcke locken nicht wirklich zum Baden. Deshalb beschliessen wir, hier die Zelte zusammen zu packen und unser Glück beim Stellplatz Torre Argentina zu versuchen, den wir auf der Wanderung gesehen haben. Die Fahrt dorthin ist nur kurz, aber dank der Panoramastrasse zwischen Alghero und Bosa wunderschön.

Abseits an der Küste

Die letzte Wegstrecke abseits der befestigten Strasse rüttelt uns trotz Schritttempo ordentlich durch und Dieter muss aufpassen, keines der Schlaglöcher zu erwischen. Doch dies alles lohnt sich zig-fach. Denn der Blick vorne am Meer ist fantastisch und die Auswahl an Plätzen gross. Und dies erst noch völlig legal, Zwar sind die Plätze direkt am Meer schon alle besetzt, es ist Wochenende, aber etwas abseits von den anderen finden wir ein schönes Plätzchen für uns. Der einzige Wermutstropfen sind die weissen Farbtupfer hinter den Büschen, für die aber auch die Einheimischen verantwortlich sind.

Laut anderen Besuchern könnte er seit 2025 leider geschlossen sein.

Tagsüber

Es ist aber immer noch so warm, dass wir die Spaziergänge in die Abendstunden verlegen und den Tag ums und im Wohnmobil verbringen. Shadow und Lenny machen auch das problemlos mit. Nur ganz zu Beginn melden sie die Besucher, die ihr Auto direkt neben uns abstellen, um zum Torre Argentina zu wandern. Bald vertrauen sie uns jedoch, dass alles seine Ordnung hat, und bleiben bei weiteren Ankünften ganz entspannt an der offenen Tür liegen.

Unterwegs ins Hinterland

Am Abend gibt es aber kein Halten mehr, denn zu neugierig sind wir, was wir hier alles entdecken werden. Schliesslich soll es hier auch Domus de Janas (Feenhäuser) geben. Heute wollen wir aber erst einmal nur die nähere Umgebung erkunden.

Den Torre Argentina lassen wir heute ebenfalls links liegen und tauchen ins Hinterland. Hier begegnen wir dann auch das erste Mal einer anderen Menschenseele. Es ist der Farmer, der die abendlichen Gebühren einkassieren kommt. Wir haben unsere zum Glück schon am Morgen bezahlt.

Am Strand ist es noch deutlich heller und um die Zeit auch menschenleer. Und so geniessen wir die Abendämmerung, um noch ein wenig auf den Felsen herumzuklettern bevor die Nacht hier alles in Dunkelheit einhüllt.

Torre Argentina

Das Wochenende ist vorbei und es ist so ruhig, dass wir beschliessen, den heutigen Abendspaziergang für einen Ausflug zum Torre Argentina zu nutzen.

Von hier oben haben wir einen herrlichen Ausblick über das ganze Gebiet. Auch Bosa ist gut zu sehen.

Hier entdecken wir dann auch das Steinmännchen, welches wir von unten die ganze Zeit für einen Menschen gehalten haben und uns auch von einem früheren Besuch abgehalten hat.

Ein kurzer Abstecher runter zum Meer und dann geht’s schon wieder zurück zum Wohnmobil.

Schreck in den Abendstunden

Auf dem Rückweg sorgt Lenny dann noch für einen kurzen Schreckmoment. Die meiste Zeit ist unser kleines Jägerlein an der Leine. Da er aber bisher nirgends Interesse gezeigt hat, darf er wieder einmal frei laufen. Dass er plötzlich auf die Schafe in der Ferne reagieren würde, damit haben wir nicht gerechnet. Deshalb rechnen wir nicht, dass er plötzlich auf die Schafe in der Ferne reagieren könnte. Aber leider hat sie der Farmer für die Nacht herausgelassen und sie sind auf ca. 500 Meter herangekommen und mit ihnen die Herdenschutzhunde.

Und neugierig wie Lenny ist, hat er diese natürlich entdeckt und ist schneller weg, als wir reagieren können. Zum Glück bleibt er dann aber in ausreichender Distanz. Noch einmal rutscht uns das Herz in die Hosen, als die HSH zu bellen beginnen – normalerweise ein magischer Anziehungspunkt für Lenny. Aber diesmal scheint auch ihm dies nicht ganz geheuer und er dreht ab. Für die Herdenschutzhunde ist damit auch alles wieder in Ordnung und sie lassen ihn ziehen.

Obwohl das Ganze vermutlich nur wenige Minuten gedauert hat, kam es uns wie eine Ewigkeit vor. Danach kommt Lenny dann aber sicherheitshalber wieder an die Leine.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog

Text in geschwungener Schrift: 'Monika, Dieter & Vierpfötler'

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