1. bis 2. Oktober 2018
Der perfekte Plan
Für die nächste Nacht haben wir uns einen wunderschönen, offiziellen Stellplatz im Landesinnern inmitten der Natur ausgesucht. Die Vorfreude ist gross, endlich wieder einmal völlig abgeschieden in der sardischen Wildnis zu übernachten.
Unerwartetes Hindernis
Die Fahrt verläuft ruhig und entspannt, und schon bald ist es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel. Doch dann, an der Ponte Santa Chiara, ist plötzlich Schluss: Ein Schild verkündet unmissverständlich, dass wir hier nicht weiterfahren dürfen – das Gewicht ist auf 3,5 Tonnen beschränkt. Weder unser Navigationssystem noch sonst irgendeine Quelle hatte uns auf diese Einschränkung hingewiesen. Später entdecken wir auf Google, dass das Schild tatsächlich neu sein muss – vermutlich eine Vorsichtsmassnahme nach dem tragischen Brückeneinsturz in Genua.
Improvisierte Lösungssuche
Nun ist guter Rat teuer. Die Dämmerung setzt bereits ein, und einen weiteren Stellplatz in der Nähe gibt es nicht. So bleibt uns nichts anderes übrig, als weiterzufahren und zu hoffen. Dieter überlegt kurz, ob wir einen grossen Umweg in Kauf nehmen sollen, um von der anderen Seite her den Stellplatz zu erreichen. Aber wir entscheiden uns dagegen – es ist bereits spät, und wer weiss, ob wir wirklich bis dorthin gelangen würden.
Vielleicht ergibt sich ja irgendwo auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel eine Übernachtungsmöglichkeit. Doch je weiter wir fahren, desto enger und steiler wird die Bergstrasse. Hier können wir nirgends anhalten, ohne völlig schief zu stehen.
Nächtliche Suche
Als wir endlich ein Dorf erreichen, ist es längst dunkel geworden. Dieter würde am liebsten gleich auf dem ersten verfügbaren Parkplatz stehenbleiben – verständlich, sitzt er doch schon seit Stunden hinter dem Steuer. Monika fühlt sich dabei jedoch nicht wohl so mitten im Dorf zu stehen. So fahren wir schweren Herzens weiter ins Ungewisse.
Die Rettung: Ein Werkhof

Wir haben riesen Glück. Denn kaum haben wir das Dorf verlassen, erblicken wir einen Abzweiger, der zu einem Werkhof führt.
Und tatsächlich: Direkt neben der modernen und sauberen Anlage finden wir unseren – wenn auch inoffiziellen – Übernachtungsplatz.
Wir lassen noch kurz die Hunde raus, damit sie sich die Beine vertreten können, dann geht es auch schon bald ins Bett. Schliesslich wollen wir früh aufbrechen, um noch vor Arbeitsbeginn wieder verschwunden zu sein.
Ironie des Schicksals
Hätten wir uns doch am Abend noch die Öffnungszeiten angeschaut! Der Werkhof hat nämlich nur an wenigen Tagen geöffnet, und wir hätten in aller Ruhe ausschlafen können. Manchmal spielt das Leben seine eigenen kleinen Streiche.
Aber wir wollen nicht klagen – immerhin hatten wir eine ruhige Nacht auf festem Grund, auch wenn es nicht ganz die idyllische Naturübernachtung war, die wir uns vorgestellt hatten
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