11. Oktober 2023
Obwohl Hunde in der Höhle prinzipiell erlaubt wären, macht sich Dieter heute allein auf den Weg zur berühmten Neptun-Grotte. Eigentlich wäre er gerne die 654 Stufen vom Capo Caccia gelaufen. Aber da die Busverbindungen schwer zu verstehen sind, entscheidet er sich, eines der Ausflugsschiffe zu nehmen, welche regelmässig ab Alghero zur Grotte fahren.
Mit dem Fahrrad dauert es dann auch nur wenige Minuten über die schön gestaltete Promenade nach Alghero. Und er hat Glück – keine 5 Minuten später ist er auch schon unterwegs zur Grotte. Die Fahrt auf dem kleinen Ausflugsschiff, vorbei an unserem Campingplatz und entlang einer spektakulären Küste, dauert knapp 30 Minuten.







Je weiter sich das Boot dem Capo Caccia nähert, desto höher steigen die Felsen aus dem Meer auf. Und auf dem höchsten Punkt ist ein Gebäude in der Militärsperrzone zu sehen, die zeigt, wie strategisch wichtig diese Küstenlinie einst war.








Wetterglück
Das Wetter und das Meer sind perfekt für den Besuch der Grotte. Bei hohem Wellengang oder schlechtem Wetter kann die Grotte auch geschlossen sein. Manchmal ist auch noch der Zugang über die steile Treppe möglich, deren Einstieg weiter oben gerade noch zu erahnen ist.
Über der Tropfsteinhöhle erhebt sich eine imposante, 110 Meter hohe Felswand. Der Eingang wirkt zunächst wie ein kleines Loch, entpuppt sich aber beim Näherkommen deutlich grösser als vermutet. Schon vor der Kasse werden die ersten Stalagmiten und Stalaktiten sichtbar und geben einen Vorgeschmack auf das, was in der Höhle auf uns wartet.




In der Grotte
In der rund 40-minütigen Führung, welche auf italienisch und englisch gehalten wird, erfahren wir mehr über die Grotte und die imposanten Kalkablagerungen. Dabei führt uns der meist gut begehbare Weg an einem etwa 120 Meter langen Salzwassersee vorbei, der direkt mit dem Meer verbunden ist. Ein faszinierender Anblick! Und auch die Farben im Innern sind ein Traum.
Von dem weitverzweigten, rund 4 Kilometer langen Höhlensystem können ca. 500 Meter öffentlich besichtigt werden. Schade ist jedoch, dass sich die ganze Führung ein wenig wie eine Massenabfertigung anfühlt und uns auf dem Rückweg bereits die nächste Gruppe entgegenkommt.















Der Aufstieg zum Capo Caccia
Während Einige das bereitstehende Boot für die Rückfahrt nach Alghero besteigen, hat Dieter andere Pläne: Er möchte unbedingt noch den berühmten Felsenweg nehmen, der hoch zum Capo Caccia führt. Nach rund 20 Minuten ist der Aufstieg über die spektakuläre Treppe geschafft und Monika später beim Anblick der Bilder froh, dass ihr das erspart geblieben ist.










Nur kurz geniesst Dieter oben die Aussicht, denn er muss zurück auf’s Boot. Hätte er jedoch gewusst, dass die nächste Fahrt erst in 90 Minuten und nicht wie sonst alle 30 Minuten stattfindet, hätte er die spektakuläre Aussicht noch länger genossen. Dafür kann er beobachten, wie die Bootsführer sich einen Spass daraus machen, mit hohem Tempo auf die Felswand zuzurasen und erst im letzten Augenblick den Rückwärtsgang einlegen, um nicht an den Klippen zu zerschellen.
Für Dieter ein unterhaltsamer Abschluss eines unvergesslichen Ausflugs.
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