17. August 2020
Eine traumhafte, knapp 6 sechsstündige Wanderung, zumindest in unserem Tempo. führt uns rund um den Stausee auf der Göscheneralp und weiter in die Nähe des Dammagletschers. Die Route führt uns fast identisch mit dem Klimahörpfad Göscheneralp, der vom Staudamm des Göscheneralpsees via Dammareuss und Brätschenflue einmal rund um den Göscheneralpsee führt. Im Berggasthaus Dammagletscher kann ein Audioguide ausgelehnt werden. Wer mehr darüber wissen möchte, findet hier alles wichtige dazu.
Als erstes heisst es Höhe gewinnen. Dafür dürfen wir anschliessend mehr oder weniger eben weiter wandern und bekommen immer wieder andere Ausblicke auf den See und die umliegenden Berge zu sehen. Schon bald sehen wir in der Ferne auch den kleinen Bachlauf, dessen oberer Teil den am weitest entfernten Punkt unserer Wanderung markiert.















Bis hierhin war es eine recht gemütliche Wanderung auf schmalen Bergpfaden, nun aber heisst es kraxeln. Die Hunde haben sich bestimmt kringelt gelacht, als sie uns dabei zusehen. Und wir sind froh, dass wir von dieser Seite des Sees kommen – abwärts wäre es bestimmt nicht einfacher geworden.










Wir gönnen uns eine Pause
An der Spitze des Göscheneralpsees angekommen, finden wir einen herrlichen Platz für eine kleine Rast. Während wir den herrlichen Ausblick geniessen, spendieren wir den Hunden einen Kauartikel, den Jason auch gleich anknabbert. Shadow hingegen überlegt sich, wo er ihn verstecken könnte – er hatte schon immer ein etwas zwiespältiges Verhältnis zu Kauartikeln.



Shadow und seine Verstecke
Das erste Versteck scheint ihm nicht so recht zu gefallen und er verdächtigt auch kurz Jason, dass er kommen und ihn klauen könnte – obwohl dieser abseits ganz friedlich auf seinem Kaustück kaut. Da er jedoch kein besseres Versteck zu finden scheint, fordern wir ihn auf, ihn bei uns zu deponieren – was er dann auch gerne tut. Nun kann auch er etwas entspannen.








Der Berg grollt
Dann geschieht etwas Aussergewöhnliches: Ein tiefes Grollen durchbricht die Bergstille. Eine Lawine? Aber weit und breit liegt kein Schnee. Dann entdecken wir die Ursache – eine Gerölllawine stürzt die gegenüberliegende Bergflanke hinunter und ergiesst sich donnernd in den See. Unglaublich wie viel Material hier herunter gekommen ist. Später wird uns klar, wie gut unsere Pause getimed war: Die Lawine kam genau dort runter, wo wir später durchgehen müssen.




Weiter geht’s zum Dammagletscher
Frisch gestärkt und mit neuer Energie setzen wir unsere Wanderung fort. Der Pfad führt uns höher und höher hinauf, dem majestätischen Dammagletscher entgegen.



















So schön es hier ist, langsam müssen wir doch an den Rückweg denken.























Künstlicher Zufluss
Am gegenüberliegenden Hang ist der Zufluss zu sehen, wo sich das Wasser aus den Nebentälern durch den künstlich geschaffenen Tunnel in den Stausee ergiesst.




Die Wege werden schmaler – aber so langsam kommt auch das Ende unserer Wanderung in Sicht.














Wir sind nicht mehr alleine
Der Abend dämmert bereits, als wir auf einem schmalen Pfad die letzten Meter zurücklegen. Rechterhand bemerken wir eine Geissenherde, die sich anschickt, den Berg hinunterzukommen. Unsere Kalkulation ist, dass wir längst durch sind, bis sie auf unserem Pfad ankommen. Jedoch sind die Geissen auf dem schmalen Pfad deutlich flinker unterwegs und holen uns bald ein. So wandern wir gemeinsam talwärts, denn wir haben alle dasselbe Ziel: nach Hause.
Shadow und Jason sind von der unerwarteten Begleitung nicht gerade begeistert, lassen sich aber gut durch uns leiten. Und so begleitet uns das Meckern und Glockengebimmel der Geissen bis ins Tal.





















Zurück beim Wohnmobil
Es war wunderschön, aber wir sind trotzdem froh, nun die Beine hochlagern zu können und zu entspannen.




Da ich heute mit meinen Schuhen schon das eine oder andere Mal auf Steinen ausgerutscht bin, bin ich etwas vorsichtiger geworden, wenn es über Steine geht.
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