14. bis 15. Mai 2023
Praktische Vorbereitungen für die Weiterreise
Den Stellplatz in Vohenstrauss haben wir nicht zufällig gewählt. Es ist unsere letzte Station vor der Weiterfahrt nach Tschechien. da wollen wir vorher noch die Abwassertanks leeren und Frischwasser auffüllen.





Spaziergang über die Felder
















Ein Wirtshaus mit bewegter Vergangenheit
Bei unserem Spaziergang auf den Wegen rund um Vohenstrauss stossen wir auf ein Gebäude, das fast alleine für sich steht und recht unscheinbar wirkt. Doch seine Geschichte hat es in sich: Das ehemalige Wirtshaus „Neuwirtshaus“ erzählt von einer Zeit, als hier noch Kutschen auf dem Weg zwischen Nürnberg und Prag Station machten und die Grenzen zwischen den Fürstentümern mehr als nur Linien auf der Landkarte waren.
Wenn Grenzen zum Schlupfloch werden
Ursprünglich trug das Gasthaus den etwas sperrigen Namen „Zur neuen Zolltafel an der Prager Rennstrasse“ – ein Name, der bereits seine Funktion verrät. 1741 wurde es erstmals offiziell als Kurierstation an der Alten Heeresstrasse erwähnt, doch seine strategische Lage machte es zu weit mehr als nur einem einfachen Rastplatz.




Das Besondere: Das Neuwirtshaus lag exakt auf der Grenze zwischen Kurbayern und Pfalz-Sulzbach. Was zunächst wie ein geographischer Zufall erscheint, erwies sich als geschickter Schachzug – oder glückliche Fügung. Denn diese Grenzlage machte das Wirtshaus praktisch unangreifbar für die Obrigkeit beider Seiten.
Die etablierten Wirte in Vohenstrauss sahen ihre Felle davonschwimmen. Plötzlich blieben die Gäste aus, die sonst bei ihnen übernachtet oder ihre Pferde gewechselt hatten. Doch ebenso machtlos wie sie standen die Ordnungshüter den berüchtigten „Freinächten“ gegenüber – jenen wilden Festen, die sich der staatlichen Kontrolle entzogen, weil schlicht niemand zuständig war.
Wenn Pläne umgestossen werden
Leider stellt sich am nächsten Morgen heraus, dass wir den Frischwassertank mit unserem Kanister füllen müssten, da wir den fest angeschlossenen Schlauch für das Frischwasser nicht benutzen wollen, Zu oft haben wir schon erlebt, wie dieser auch zur Reinigung von anderen Dingen benutzt wurde.
Umso mehr geniessen Shadow und Lenny nach dem Morgenspaziergang das frische Wasser direkt vom Wasserhahn – eine willkommene Erfrischung. Wobei natürlich darauf achten, dass sie den Wasserhahnen nicht berühren.





Zum Glück weiss Dieter ganz in der Nähe noch eine andere Möglichkeit zum Wasserfassen. Dabei entdecken wir gleich noch einen wunderschönen Stellplatz für ein anderes Mal – wieder einmal hat zeigt sich, dass aus Pech auch was Gutes entstehen kann.
So gestärkt und müde vom Spaziergang kann die Weiterfahrt beginnen. Auch wenn Shadow immer noch kein begeisterter Autofahrer ist, steigt er problemlos ein.
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