Viareggio – ein letztes Mal am Strand *

24. bis 27. November 2023

Schon bei der Abfahrt in Olbia ist uns klar: Es gibt nicht mehr allzu viele Chancen für Meer und Strand. Und so beschliessen wir spontan, noch einmal nach Viareggio zu fahren – dorthin, wo wir vor der Sardinien-Überfahrt nur kurz zum „Versäubern“ Halt gemacht haben. Diesmal soll es mehr werden als nur ein Zwischenstopp.

Heute meiden wir jedoch die Allee mit den niedrigen Bäumen, einmal von Ast zu Ast weitergereicht zu werden hat uns gereicht. Das bedeutet zwar einen kleinen Umweg, dafür kommen wir schneller voran und so gibt es sich zeitlich nichts.

Unterwegs nach Viareggio

Der Weg nach Viareggio führt uns auch Mitten durch Pisa. Da wir den schiefen Turm jedoch bereits kennen, lassen wir diesen heute links liegen. Und schon bald begrüsst uns dann auch der mit vielen Schifffahrtssymbolen gestaltete Kreisel an der Viale Europa in Viareggio, wo sich auch unser Stellplatz befindet.

Die Stellplätze auf dem Parkplatz sind schlicht. Aber dafür hat es massig Platz und er ist um die Jahreszeit erst noch kostenlos. Und vor allem freuen wir uns, dass er direkt am „Spiaggia di Torre del Lago in Viareggio“ gelegen und es auch ins Dörfchen nicht weit ist. Einzig die weissen Papierfetzen im Gebüsch bringen einen kleinen Wehrmutstropfen, aber diese gibt leider auch den schönsten Orten.

Spaziergang in den Sonnenuntergang

Dieter hat auf der Karte entdeckt, was wir suchen: Während rechts Liegestuhlreihen und Restaurants andere Strandbesucher locken, zieht es uns auf die gegenüberliegende Seite mit dem kilometerlangen, naturbelassenen Hinterland. Perfekt für uns – und vor allem für Shadow und Lenny, die hier endlich wieder einmal richtig frei laufen dürfen.

Besonders Lenny geniesst es, endlich wieder einmal richtig rennen zu dürfen. Es ist so schön, ihm beim Rumspringen und -hüpfen zuzuschauen. An ihm ist eindeutig ein Känguru verloren gegangen. Und die Einsamkeit hier ist auch perfekt für ein wenig Rückruf-Spass.

Das Abendrot verspricht bestes Wetter für den nächsten Tag.

Auf dem Weg zum Strand

Und tatsächlich erwartet uns am nächsten Morgen strahlender Sonnenschein samt tiefblauem Himmel. Und so machen wir uns gleich nach dem Frühstück, das bei uns schon fast ein Mittagessen ist, auf zum Meer.

Was Dieter kann, kann Shadow schon lange <3

Es ist so schön, dass auch Lenny hier ganz viel freilaufen kann. Shadow hingegen ist auch sonst meist leinenlos unterwegs; seine Zeiten, in denen er auf jeden Menschen losging, sind zum Glück längst vorbei.

Zwischendurch ist auch etwas Posen und Sprungspass angesagt.

Danach geht es aber definitiv ans Meer und den kilometerlangen, fast menschenleeren Strand.

Nur als uns Radfahrer mit ihrer Drohne überholen, greifen wir sicherheitshalber zur Leine. Gut so, denn die Piloten amüsieren sich königlich daran, uns – oder vielmehr die Hunde – mit ihrem Fluggerät zu verfolgen. Sie haben gemerkt, dass Lenny darauf reagiert. Aber schon bald verliert dieser das Interesse an dem surrenden Ding über seinem Kopf und findet Leckerlis in Monikas Hand deutlich interessanter.

So neigt sich ein weiterer wundervoller Tag dem Ende zu und beim letzten Leuchten der untergehenden Sonne geht es zurück zum Wohnmobil.

Ein letzter Abendspaziergang zum Meer

Ein letzter Abendspaziergang, ein letzter Blick aufs Meer. Dann heisst es Abschied nehmen von drei herrlichen Tagen bei traumhaftem Wetter, entspannten Spaziergängen, spielenden Hunden und salziger Meeresluft – mehr kann man von einem spontanen Stopp wirklich nicht erwarten.

Wir sagen Tschüss

Heute morgen ist von der Sonne leider nichts zu sehen. Dadurch fällt uns der Abschied aber auch nicht ganz so schwer.

Jetzt wartet der Norden auf uns. Schnee statt Sand, Berge statt Meer. Aber erst führt uns der Weg noch durchs Piemont und zur Cinque Terre.

© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog


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