16. Juni 2017
Glurns gilt mit ihren etwas mehr als 900 Einwohnern als die kleinste Stadt der südlichen Alpen. Besonders bemerkenswert: Sie ist die einzige Stadt in den Alpen mit einer vollständig erhaltenen geschlossenen Wehranlage. Diese wurde im 16. Jahrhundert errichtet, nachdem die Stadt in der Calvenschlacht niedergebrannt wurde.
Das Marktrecht erhielt Glurns bereits 1294 und 1304 dann das Stadtrecht. Dies hatte sie sicherlich dem Umstand zu verdanken, dass hier sowohl die römische Via Claudia Augusta als auch ein alter Schweizer Handelsweg durchführten.
Für die traditionellen Märkte (Bartholomäusmarkt und Sealamorkt) sind wir leider zu früh dran. Aber auch ohne diese lohnt sich ein Besuch in diesem Ort, der sich in eine Innerstadt und eine Aussenstadt gliedert.
Spaziergang nach Glurns









In der Innerstadt Glurns
Glurns besitzt insgesamt drei Stadttore, durch die man in das Innere dieser bezaubernden Stadt gelangt: das Malser Tor im Norden, das Tauferer Tor im Süden und das Schludernser Tor im Westen. Dazu kommen mehrere Wehrtürme, von denen aus die Glurnser einst das Städtchen gegen die Bündner verteidigt haben.
Wir betreten das Städtchen durch das Tauferer Tor, in dem sich auch das „Ufficio informazioni Glorenza“ befindet.




Die Glurnser Stadtmühle
Dank den Schwemmfeldern rund um Glurns wuchs das Getreide so gut, dass die Region als „Kornkammer des Vinschgaus“ galt. Kein Wunder also, dass die Mühle in Glurns rege in Betrieb war. Aber nicht nur die Müller nutzten das Wasser des Mühlbachs zum Betrieb ihrer Mühle, sondern auch die Gerber in der Gerbergasse zum Reinigen ihrer Tierhäute.
Die Stadtmühle wurde im Laufe der Zeit mehrmals beschädigt. Doch dank ihrer grossen Bedeutung für die Bevölkerung von Glurns wurde sie immer wieder instand gestellt, so dass sie bis heute voll funktionsfähig ist.


Die Frauenkirche
Insgesamt besitzt Glurns drei Kirchen, aber nur die Frauenkirche befindet sich im Innern der Ringmauer.



In den Arkaden Glurns Stadtzentrum
Einst dienten die Laubengänge den Handwerkern und Händlern zum Schutz ihrer Waren. Später wurden die mittelalterlichen Gänge zeitweise sogar von den Bauern als Ställe genutzt.









Wir spazieren kreuz und quer durch den Ort und entdecken dabei viele Details dieses charmanten Städtchens.






Auf der Ringmauer
Als wir die Treppe direkt vor uns entdecken, zögern wir nicht lange. Und schon stehen wir oben auf der Ringmauer und blicken von hier direkt auf die Pfarrkirche St. Pankraz. Jason hingegen interessiert sich viel mehr für die Geräusche und Gerüche auf der Mauer.








Keine Angst vor steilen Treppen




Und schon tauchen wir wieder ein in die mittelalterlichen Strässchen Glurns.







Schöne Winkel und Ecken
Bei unserem Spaziergang durch Glurns entdecken wir auch unzählige liebevolle Details und schön gestaltete Ecken.








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