31. August – 1. September 2019
Abseits der Durchgangsstrassen liegt das ländliche Dörfchen Roche d’Or, das seinen Namen von der gleichnamigen Burg westlich des Dorfes hat. Heute sind von dieser nur noch Mauerreste zu sehen. Einst gehörte sie einem Basler Bischof, der sie 1283 erbauen liess. Lange war sie eine wichtige Grenzfestung, bis sie auf Geheiss des Bischofs bis auf die Grundmauern abgebrochen wurde, damit sie nicht in feindliche Hände fiel.
Stellplatz zwischen Kühen
Heute ist hier vor allem Milchwirtschaft angesiedelt – und so steht auch unser Stellplatz mitten auf einer Kuhweide. Etwas mulmig ist uns schon zumute, als wir rausschauen. Da sich die etwas entfernt stehenden Kühe aber nicht für uns interessieren, lassen wir Jason und Shadow kurz zum Pinkeln raus. Am Abend sind dann alle Kühe weg, so dass wir die beiden etwas länger springen lassen können. Shadow wohlweislich an der Leine – sein Lieblingsparfum ist verlockend nah.
Ungewöhnlicher Besuch am Morgen
Nach einer herrlich ruhigen Nacht werden wir vom Bellen unserer Hunde geweckt. Ein Blick aus dem Fenster verrät den Grund: Rund um unser Wohnmobil geben sich die Kühe ein Stelldichein. Während die einen neugierig die Eingangstreppe beschnüffeln, sorgen andere mit ihrer langen Zunge für die Säuberung der Rückwand. Unsere Stossstangen scheinen ideal für eine Wohlfühlmassage zu sein – was nicht ganz spurlos an ihnen vorübergegangen ist.
Zum Glück trollen sie sich bald wieder, so dass wir die Hunde kurz rauslassen können. Auch wenn wir wissen, dass unsere Hunde keine Überträger der für Kühe gefährlichen Krankheit „Neosporose“ sind, nehmen wir die Hinterlassenschaften selbstverständlich auf und entsorgen sie regelkonform.



Warten auf den Aufbruch
Direkt nach dem Frühstück wollen wir zum nahgelegenen Aussichtsturm aufbrechen Wir müssen uns aber leider noch etwas gedulden. Denn direkt Neben unserer Eingangstür steht ein Auto, dessen Besitzer sich hier mit Reiterfreunden getroffen hat, um einen kleinen Imbiss direkt aus dem Kofferraum zu geniessen. Da hätten wir über ihr Autodach klettern müssen, um herauszukommen. Und wie die Pferde auf Jason und Shadow reagieren, wollen wir auch nicht ausprobieren.
Auf dem Weg zum Roche D’Or
Als sie endlich weiterfahren hält uns nichts mehr, und wir machen uns auf den Weg zum 927 Meter hohen Faux d’Enson mit seinem Aussichtsturm. Dabei behalten wir sicherheitshalber die Umgebung im Blick – nicht dass wir zufällig in eine Kuhherde laufen, die hier überall sind.
Oben auf dem Turm kann man bei schönem Wetter bis in den Schwarzwald und die Berner Alpen schauen.Das ist uns leider nicht vergönnt.









Auf dem Rückweg








Nach einer weiteren Nacht und einem Morgen ohne Kühe heisst es leider die Heimreise anzutreten. Aber es war wie immer wunderschön im Jura.
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