9. bis 12. September 2020
Pontarlier, rund 10 Kilometer von der Schweizergrenze entfernt, ist mit ihren 837 m ü.M. die am zweithöchsten gelegene Stadt Frankreichs. Sie liegt am Oberlauf des Doubs und nahm im zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle im Widerstandskampf ein.
Blick auf Pontarlier mit dem markanten Gebäude des 3. Algerischen Schützenregiments im Hintergrund und der „Chapelle Notre-Dame de l’Espérance“ auf dem Monte Molar gegenüber. Diese ist der Jungfrau Maria gewidmet, da sie die Stadt 1854 vor der Choleraepidemie beschützt haben soll.





Unser Stellplatz auf dem Camping Le Larmont
Herrlich ruhig gelegen und unmittelbar an Spazier- und Wanderwegen.





Fort Mahler
Unser heutige Ziel der Wanderung ist die auch als Fort du Larmont Inférieur bekannte Befestigungsanlage, welche das Tal auf der östlichen, der dem Fort du Joux gegenüberliegenden Seite der Klus bewacht. Es steht auf dem Abhang der Montagne du Larmont auf rund 1’000 m ü.M. und ist Teil eines Verteidigungskomplexes zu dem neben dem Fort du Joux auch noch das Fort Catinat und Fort Lucotte gehören.
Unterwegs zur Verteidigungsanlage












An diesem schönen Ort ist dann erst einmal eine kleine Pause angesagt, bei der sich auch Jason und Shadow sichtlich wohlfühlen.








Auf der Anlage
Das im 19. Jahrhundert direkt gegenüber dem Château de Joux errichtete Fort über dem Dorf La Cluse-et-Mijoux ist heute nur eine Ruine. Und vom einstigen Verwendungszweck als militärischer Schutz des Fort de Joux und der Schlucht ist heute nicht mehr viel zu erkennen.











Fort de Joux
Von hier oben bietet sich uns auch ein beeindruckender Blick auf die Festung auf der gegenüberliegenden Seite. Aus dieser Perspektive wird die Grösse und Verschachtelung der Anlage viel deutlicher als gestern, als wir direkt vor Ort waren.




Auf dem Rückweg auf dem Weg des Absinth
Die einst in der Absinth-Produktion konkurrierenden Regionen haben eine gemeinsame Route erarbeitet, an deren Wegstrecke historische Stätten, aber auch bis heute aktive Destillerien liegen. So auch Pontarlier.
Denn auch diese Stadt ist eng mit der Geschichte des Absinth verbunden – einem Schnaps aus Wermutkraut, Anis und Fenchel. Bereits 1805 gründete Pernod hier die erste Absinth-Brennerei Frankreichs, nachdem er zuvor eine erste in der Schweiz betrieben hat. Um 1900 arbeiteten fast 40 Prozent der Bevölkerung Pontarliers in den 25 Absinth-Destillerien.
Der „Grünen Fee“ wurden jedoch schon bald halluzinogene Wirkungen und gesundheitliche Gefahren zugeschrieben, was zu zahlreichen Absinth-Abhängigen und angeblichem Sittenverfall geführt haben soll. Hinzu kam die erfolgreiche Lobbyarbeit der Winzer, die immer mehr Kunden an den Absinth verloren, sowie ein Familiendrama mit tödlichem Ausgang. All dies führte schliesslich auch in Frankreich 1915 zum Verbot der Produktion und des Verkaufs von Absinth – andere Länder hatten dieses Verbot bereits früher ausgesprochen.
Ab 1922 war aber immerhin der Verkauf von Anislikören wieder erlaubt, allerdings mit niedrigerem Alkoholgehalt. Zur gleichen Zeit begannen kleinere Brennereien, anisbasierte Getränke herzustellen, die an Absinth erinnerten, aber ohne das verteufelte Wermutkraut auskamen. Und 1932 brachte Paul Ricard seinen „Pastis de Marseille“ auf den Markt.
Auch Pernod, einst Absinth-Produzent, entwickelte ab den 1920er Jahren eine neue Rezeptur für Anisliköre, die schliesslich zum heutigen Pastis führte, der heute in Marseille hergestellt wird.
Ab 1999 durften auch wieder Getränke auf Wermutbasis hergestellt werden und ab 17. Mai 2011 erfolgte die vollständige Legalisierung und Genehmigung des Namens „Absinth“.
























Tiere und Pflanzen





































© Womocanis.ch
Womocanis.travel.blog
