20. September 2018
Die erste Reise mit dem neuen „Vogel“
Wir freuen uns auf die erste Reise mit unserem neuen Reisemobil, einem PhoeniX RSL 7800, und sind glücklich, dass sie Wirklichkeit wird. Denn ganz so sicher war das nicht.
Wir haben das Wohnmobil recht spontan im Juli in Deutschland gekauft. So kommt es, dass wir Anfang August 2018 unseren „Vogel“ in der Schweiz haben, aber noch keiner von uns ihn fahren darf. Und der Motorfahrzeugkontrolle muss er ja auch noch seine Aufwartung machen. Glücklicherweise hat die MFK Zeit, und so ist das Datum schnell abgemacht.
Dazu hat Dieter noch in rekordverdächtiger Zeit die theoretische und praktische Prüfung für den C1-Ausweis geschafft – die grösste Schwierigkeit war am Ende das Finden eines entsprechenden Fahrlehrers. So stand unserer Reise in den Süden nichts mehr im Weg. Das Ganze erinnert ihn an seine erste Fahrprüfung mit 18, da ging es auch schon ein paar Stunden nach der Prüfung nach Italien.
Spontaneität als Reisephilosophie
Wie immer sind auch diesmal nur die Fährstrecken geplant und gebucht. Vom restlichen Verlauf der Reise lassen wir uns einfach überraschen. Das ist ja das Schöne am Wohnmobil-Urlaub: Nichts muss, alles kann.
Da wir die Buchung der Fähre noch für unser kleineres und leichteres Wohnmobil gemacht haben, müssen wir kurzfristig eine Umbuchung veranlassen – was wir im Nachhinein vermutlich lieber vor Ort gemacht hätten, da die Ummeldung noch zu spannenden Momenten bei der Rückreise führen wird.
Die Reise geht los
Als Zielhafen auf Sardinien haben wir diesmal Porto Torres gewählt. Das ist ‚Neuland‘ für uns, denn bis anhin kamen wir immer in Olbia an. Aber noch ist es nicht so weit. Denn erst einmal tuckern wir langsam gen Süden.
20. bis 21. September 2018
Mont Vully – Am Röstigraben
Unser erster Halt auf dem Mont Vully ist nicht nur wunderschön gelegen, er bildet gleichzeitig die Grenze zwischen der französisch- und der deutschsprachigen Schweiz – den sogenannten Röstigraben.
Beim Hochfahren von Bas Vully sind wir froh, dass uns dank der fortgeschrittenen Zeit auf der doch recht engen Strasse keine Autos entgegenkommen.

Der nächste Morgen verwöhnt uns mit einem sonnigen Herbsttag und einem traumhaften Ausblick auf die Seen und die Landschaft ringsum, da der Mont Vully genau zwischen dem Murtensee und dem Neuenburgersee liegt.
Inzwischen ist das Übernachten dort leider nicht mehr gestattet.
21. bis 22.September 2018
Über den Grossen St. Bernhard ins Aostatal
Im Wallis wählen wir diesmal die Route über den Grossen St. Bernhard. Die Passstrasse ist zwar nicht sonderlich gut ausgebaut, dafür sparen wir uns die recht hohen Mautgebühren für den Tunnel und haben erst noch eine fantastische Aussicht. Und weil sich der Gegenverkehr in Grenzen hält, ist die Fahrt recht entspannt.


Und zum Glück haben wir es aber auch nicht eilig. Zu schön ist diese Strecke trotz ihrer vielen Kurven, als dass wir nur darüber rasen möchten – na gut, „rasen“ mit dem Wohnmobil fühlt sich für die hinter uns Fahrenden vielleicht etwas anders an!
So ist es bereits am Eindunkeln, als wir auf unserem Stellplatz in Hône ankommen.

Die Rückreise planen wir deshalb lieber wieder über den Simplonpass; die Strasse lässt sich einfacher fahren und der Blick von dort ins Wallis begeistert uns immer wieder.
Gemütlicher Abend in Hône
Auf dem Weg in die Altstadt vertreten wir uns noch die Beine, und die Hunde beschäftigen sich mit den Düften entlang des Weges. Zum Glück reagieren Shadow und Jason nicht auf all die aus den Gärten bellenden Hunde.
Bei einer leckeren Pizza und einem Glas Wein lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.

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